Impresario

Ein Impresario (von italienisch impresa: Unternehmen) war inbesondere im 17., 18. und 19. Jahrhundert der Leiter (unter Umständen auch Besitzer) eines Opernhauses oder Theaters bzw. eines Opern- oder Theaterunternehmens.

Seine Funktion war vergleichbar mit der des heutigen Intendanten - er war Geschäftsführer und damit zum einen verantwortlich für die finanzielle Lage sowie für die Reputation des Hauses. Einer der bekanntesten Impresarios war der Komponist Georg Friedrich Händel, der in London seine Opern im eigenen Haus aufführte und somit künstlerischer Leiter und Geschäftsführer in Personalunion war. Üblich war eine solche Personalunion allerdings nicht. Oftmals war der Impresario ein Mäzen, der aus eigenem Vermögen nicht wenig Geldmittel beisteuerte.

Als Impresario wurden auch Künstleragenten oder -manager bezeichnet, insbesondere in den Bereichen Film und (Musik-)Theater, die sich um Engagements kümmern, bis hin zur kompletten Karriereplanung. Die Bezeichnung wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum unüblich, heute ist sie nicht mehr gebräuchlich.

Im englischen Sprachraum werden freie Theaterproduzenten noch heute als Impresario bezeichnet (z. B. Florenz Ziegfeld Jr., dessen Ziegfeld Follies Anfang des 20. Jahrhunderts große Erfolge am Broadway feierten, oder auch der Musicalkomponist und -produzent Andrew Lloyd Webber).