Alegria Tickets bei www.eventim.de
26.05.2010

„Ausbrechen!?“ – ein junges Festival des Thalia Treffpunkt in Hamburg


Vom 5. bis 20. Juni im Thalia in der Gaußstraße. Ein Spektakel mit Musik, Tanz, Theater, mit über 20 Vorstellungen, 8 Premieren und 3 Gastspielen.

Unterwegs sein. Neues entdecken. Raus wollen. In Gedanken und tatsächlich. Junge Leute haben mit Mitteln des Theaters erkundet wie das ist: aufzubrechen und auszubrechen. Im Mittelpunkt stehen vier verschiedene Versionen von Ibsens „Peer Gynt“ des Eisenhans-Theaters und des Kopernikus-Gymnasiums Bargteheide. Die Suche nach dem Eigenen und dem Eigentlichen im Leben wird zu einem Abenteuer, das nicht frei bleibt von Egoismus, Lüge und Enttäuschung. Zwei weitere Projekte beschäftigen sich mit Migrationsgeschichten von Jugendlichen und Erwachsenen, so z. B. „Haymatloz“ aus St. Pauli. Ebenso der Theater-Rundgang „Fremde in der Nähe“, der Geschichten über die Herkunft von Berufstätigen aus der Umgebung des Theaters zu einer Reise in andere Welten macht. Die Jugendprojekte „Risk“ und „unart reloaded“ gehen Wagnisse ein. In den Szenen und Performances setzen sich die Jugendlichen vor allem emotionalen Gefahren aus, deren Konsequenzen sie nicht überblicken. Grenzüberschreitungen spielen eine wesentliche Rolle: in eigenen Texten, in Videos und auch in den Songs.

Das abschließende Konzert der Eisenhans Band, „Bitte Lächeln!“ und die „Mein-Space“-Filme präsentieren wiederum überraschend Alltägliches aus der Sicht von Hamburger Schülern.

Karten pro Vorstellung 8 Euro / ermäßigt 6 Euro
Karten 040. 32 81 44 44 / www.thalia-theater.de

Das ausführliche Programm:

Jugendclubprojekt
Risk
Jugendliche testen Grenzen
Premiere am 5. Juni um 18 Uhr, Vorstellungen am 6. Juni um 20 Uhr sowie am 7. Juni um 11 und 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Das Risiko besteht darin sich an eine Seilbahn zu hängen, die in ca. 20 Meter Höhe schnell durch einen Wald fährt. Risiko gehört mit zum Leben. Ohne Risiko lebt man doch nicht richtig. Mit Risiko macht das meiste doch erst richtig Spaß. Das Risiko ist ein täglicher Begleiter. 13 Jugendliche haben sich eine Spielzeit über mit dem Thema Grenzerfahrung und Grenzüberschreitung beschäftigt, haben Texte geschrieben und improvisiert. Auszüge aus dem Jugendstück „Risk“ des englischen Autoren John Retallack kamen hinzu. So ist ein Stück über Ängste, Herausforderungen, Gruppendruck und eigene
Möglichkeiten entstanden. Wann fühlt man sich so richtig lebendig?

Leitung Corinna Honold von und mit Ken-David Baehr, Inken Ewert, Simona Gendelman, Moema Gregorzewski, Sannah Jürgensen, Emily Sophie Klinge, Janis Liburg, Lucas Ludolph, Johanna
Oppermann, Janine Rathmann, Schady Saliba, Annalena Thielemann und Kaya Wittrock

Eisenhans-Theaterprojekt zu Henrik Ibsens „Peer Gynt“
Suche nach
Wie egoistisch ist Peer Gynt?
Premiere am 9. Juni um 20 Uhr, Vorstellungen am 13. Juni um 16 Uhr sowie am 14. Juni um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße
Wer möchte Peer Gynt sein? Alle wollen Peer sein. Peer ist jung, voller Lebenslust und Spinnereien. Peer liebt die Mädchen und baggert jede an. Die eine schickt ihn zum Teufel, die andere lacht ihn aus und
Ingrid fand ihn schon immer toll. Eine Gruppe von jungen Menschen hat sich eine eigene Fassung des Ibsen-Stücks „Peer Gynt“ erarbeitet und einen Peer, der sich in seiner Phantasie auslebt, der das Leben und sich selbst sucht.
Ein Eisenhans-Projekt von Thalia Treffpunkt in Kooperation mit Leben mit Behinderung Hamburg.

Leitung Simone Bauer Ensemble Alexander Sascha Dobruschkin, Dennis Fehr, Nora Fiedler, Fiona Fink, Melanie Godinho, Lina Häusgen, Maike Inselmann, Mina Jadali, Lara Johst, David Karberg, Tom Kristian Krohn, Sarah Müller, Beatrice Nülle, Irina Ort, Viktoria Plieth, Dorothee Reumann, Philip
Riedel, Marcel da Cruiz Morais Ruppach und Lina Strothmann

Eisenhans-Theaterprojekt zu Henrik Ibsens „Peer Gynt“
Liebe ganz stark
Über die Sehnsüchte des Teenies Solveig
Premiere am 11. Juni um 18 Uhr, Vorstellungen am 13. Juni um 16 Uhr sowie am 16. Juni um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße
Solveig ist verliebt in Peer. Aber Peer ist ein Spinner. Er erzählt eine Menge Geschichten und man weiß nie, was wahr ist. Dann sagt Peer: „Warte hier auf mich, ich komme wieder.“ Aber er kommt nicht. Heute nicht, morgen nicht. Er bleibt für Jahre fort. Und Solveig wartet. Was soll sie jetzt machen? Heißt lieben jetzt „treu bleiben“, „warten“, „die eigenen Wünsche aufgeben“? Kann man jemanden lieben, der scheinbar nur an sich selbst denkt? Oder kann man einfach aufhören ihn zu lieben? Wir liefern uns der Liebe aus und probieren mit Solveig zu warten – bis zu dem Moment, in dem uns der Kragen platzt!

Ein Eisenhans-Projekt von Thalia Treffpunkt in Kooperation mit Leben mit Behinderung Hamburg.
Leitung Dorothee de Place, Christina Fritsch Ensemble Dominic Dober, Jonas Dumkowski, Alina Ehrlich, Ceylan Feige, Florian Holz, Mila-Zoè Meier, David Mettlau, Joana Orth, Datis Pourian, Thea Sagawe, Paul Kai Schröder, Sara Kermanshahani Soltani, Tina Stenner, Fenja Stoeck, Philine Strauß, Timo Weymann, Natalie Wirbel, Christian Wismer und Swatina Wutha Cello Ben Soyka

Eisenhans-Theaterprojekt zu Henrik Ibsens „Peer Gynt“
Du lügst (und trotzdem ist es wahr)
Zwischen Realität und Kopfkino
Premiere am 13. Juni um 20 Uhr, Vorstellungen am 14. und 16. Juni jeweils um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße
Die Mutter wirft es ihm an den Kopf: „Peer, du lügst!“. Der junge Mann versteht das Problem nicht recht und lebt weiter in seiner eigenen Welt – umgeben von Trollen und Abenteuern und mit wechselnden Abbildern seiner selbst. Wo hört Realität auf und wo fangen Kopfkino und Tagtraum an? Wer bestimmt, dass gewisse Dinge nicht – zumindest doch ganz persönlich – wahr sein könnten? Wie viel Peer steckt in jedem Einzelnen? Diesen und anderen Fragen gehen die Darsteller auf den Grund, immer auf der Suche
nach dem Kern der Geschichte.
Eine Inszenierung mit Musik von Aphex Twin, Auteche, Barbara Morgenstern, Beastie Boys, Billy Mahonie, Boards of Canada, Britney Spears, Cat Power, DJ Shadow, Mogwai und Johnny Cash.
Ein Eisenhans-Projekt von Thalia Treffpunkt in Kooperation mit Leben mit Behinderung Hamburg.
Leitung Herbert Enge Ensemble Sophie Arlt, Tobias Bartsch, Martina von Castel, Nikolas Gerlach, Arne Hauschild, Christoph Juddat, Swantje Kähler, Siegfried Knefel, Jan-Uwe Macketanz, Andreas Michaelis, Alexandra Nieslony, Canan Salman, Franziska Schnoor, Felix Schnor, Nico Steiner, Daniel Tietjen und Eva Troch

Gastspiel des Kopernikus Gymnasium Bargteheide
Peer Gynt
Was interessiert mich an P.G.?
Am 15. Juni um 19 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Peer Gynt – das ist ein Spinner, sagen die einen. Der will alles und bekommt nichts richtig hin, sagen die anderen. Tagelang treibt er sich in den Bergen herum anstatt zu arbeiten und ein ordentliches Leben zu führen. Seine Mutter bringt er damit zur Verzweiflung. Aber trotz all seiner Unzuverlässigkeiten und
Träumereien glaubt sie daran, dass er eines Tages den richtigen Weg für sich finden wird. Und noch jemand glaubt an ihn: Solveig, das Mädchen, das er auf einer Hochzeit kennen lernt. Sie ahnt, wer Peer wirklich ist und was in ihm steckt. Es liegt nur an Peer, ob er den Weg zu sich und damit zu Solveig
findet.

Was geht uns Henrik Ibsens „Peer Gynt“ etwas an? Unter dieser Fragestellung hat die Theatergruppe der Oberstufe des Kopernikus Gymnasiums die Schwerpunkte für diese Produktion gesetzt und zu einzelnen Szenen oft unterschiedliche, aber gleichermaßen stimmige Bilder gefunden.
Leitung Susanne Oehmsen, Sabine Storch

Bitte Lächeln ! & Mein Space-Filme
Konzert und Film
Am 17. Juni um 19 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Mein Space - Was ist mir wichtig in meinem Leben? Was treibt Jugendliche an? Was sind ihre Träume und Ziele? Welche Orte suchen sie auf? Im Rahmen eines TuSch-Projekts nähern Jugendliche sich der unverfälschten Lebenswirklichkeit ihrer Generation, ohne die Einmischung der Erwachsenen. Hamburger Schüler machen ihre eigenen Filme: selbst erdacht, selbst gedreht, selbst geschnitten. Mal inszeniert, mal dokumentarisch, mal beides. Aber immer mit dem Blick der Schüler auf ihre Welt und das, was ihnen wichtig ist.
In Zusammenarbeit mit den Schulen Marion-Dönhoff-Gymnasium Blankenese, Alexander-von- Humboldt-Gymnasium Harburg und Max-Brauer-Schule Altona.
Leitung Kamilla Nowicki, Medienpädagogin

Eisenhans-Band „Bitte Lächeln!“
Acht Jungs machen Musik. Die Rock- und Pop-Songs handeln von all dem, was Körper, Geist und Seele bewegt und berührt. Von der Liebe und dem Leben, von der Sehnsucht und dem Streben, der Hoffnung und dem Geben. Mal politisch, mal gesellschaftskritisch, mal banal, mal genial. Und immer bestechend durch ihre Direktheit, Authentizität und Emotionalität. Seit über zwei Jahren erarbeiten die Jungs zwischen 16 und 24 Jahren ihre eigenen Songs und Texte.
Die integrative Band Eisenhans ist entstanden in einer Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg.
Leitung Mirko Frank, Musiker Es spielen Maxim Böthling (Schlagzeug), Dominic Dober (Djembe), Lukas Johannsen (Gesang), Philipp Mohr (Gesang), Christian Raulfs (Keyboard), Dennis Reinhardt (Keyboard), Benjamin Richter (Saxophon), Mirko Frank (Bass)

unart reloaded
Eine Jugend-Crossmedia-Performance mit Musik und Tanz
Premiere am 11. Juni um 20 Uhr, Vorstellung am 14. Juni um 19 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Der Jugend-Performance-Wettbewerb „unart“ mit einer Reihe von Vorstellungen im Thalia in der Gaußstraße und einer Tournee nach Berlin, Dresden und Frankfurt/Main war eine gemeinsame Erfahrung von Jugendlichen der verschiedenen teilnehmenden Gruppen. Danach war schnell klar, es muss weitergehen. Man beschloss weiter zu spielen, zu tanzen, Musik zu machen. Entstanden ist eine Geschichte über eine Klasse im Geschichtsunterricht, die sich mit dem beschäftigt, was sie wirklich interessiert: Apartheid, Rassentrennung, Diskriminierung – wie ist Protest zu organisieren, was können Musik und Tanz ausdrücken, wie zeigen wir die eigene Meinung, die eigenen Gefühle?
19 Jugendliche ertanzen und erspielen neue Räume in einer Zeit-Geschichte, die fiktiv und aktuell, historisch und live ist.
Coaching Alina Gregor, Nehle Mallasch von und mit David Ashimolowo, Phil Amadou Camara, Amin Darid, Yassine Diao, Nazgol Farokhyar, Eugene Fritsche, Niklas Hess, Alina Hirschhausen, Ricardo Holzfuß, Noah Kibe Karis, Elias Kisansi, Esad Kodarman, Christopher Meyer, Anour Mousthapa,
Raphael Rau, Omid Reza Pourdkhani, Jennifer Schulze, Jil Waterman und Ebad Yamrali

Werkstattaufführung
Meine Welten
Szenen zu H. C. Andersen
Premiere am 13. Juni um 14 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Die eigene Biografie neu erfinden! Wer und was wollte ich schon immer sein? Wünsche, Träume und das wahre Leben stehen im Mittelpunkt des Theaterprojektes. Was lässt sich bei mir entdecken, um daraus
Neues zu schaffen? In Anlehnung an Stefan Puchers Inszenierung „Andersen. Trip zwischen Welten“ und an die Geschichten des dänischen Märchen-Erzählers Hans Christian Andersen ist eine Szenenfolge entstanden. In Kooperation mit der Hamburger Volkshochschule.
Leitung Alina Gregor von und mit Katrin Benner, Ellen Dressler-Strebel, Wolfgang Emslander, Bernd Fesser, Sibylle Helweg, Claudia Hübner, Jens Klockgether, Mürvet Kortag, Marcus Legran, Andrea Lütz, Sonja Metz, Sonja Niemann, Jasna Pavlovic, Christiane Rissmann und Maren von Westernhagen

Gastspiel Wirtschaftsgymnasium St. Pauli
Haymatloz. Ferne, Fremde, Heimat … los!
Lesung mit Musik
Am 10. Juni um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Wir schreiben Migrationsgeschichte(n). Wir haben in unseren Familien nachgeforscht, mit Freunden und Nachbarn gesprochen. Wie sah die Anwerbung aus? Wo kam zum Beispiel der Großvater oder Vater unter? Gab es Kontakt zu deutschen Kollegen? Was war mit der Sprache? Die persönlichen Geschichten wühlen auf. Sie zeugen von Angst, Unsicherheit, Entbehrungen. Aber auch von Mut, Anpacken und Stolz. Wo ist Heimat? Wo man Freunde und Familie hat. Das ist hier in Hamburg!
Projektleitung Wolfgang Ehmke von und mit den Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftsgymnasiums St. Pauli: Vanessa Onorato, Eda Koca, Catherine Burmester, Sandy Günzel, Sibel Iscen, Denislav Isaev, Marcel Weinberg, Alev Öveç, Sultan Bulut, Angelique Whitehead, Oğuzhan Mese, Merve Yazıcı, Funda Avcı, Zeynep Demirel, Selen Özenel, Ciğdem Gökkaya, Deniz Bektas, Jacqueline Stettin, Sevda Erol, Ufuk Göztas, Yücel Aslan, Agit Bilen, Esad Kodaman und Mahboob Aryobi

Theaterrundgang
Fremde in der Nähe
Rund ums Thalia Theater
Am 19. Juni um 11.30 Uhr und um 15 Uhr sowie am 20. Juni um 11.30 und um 16.30 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang Thalia Theater, Alstertor
Alstertor, Hamburger Innenstadt. Zwischen den hohen Häusern strömen die Menschen tagsüber zur Arbeit, verlieren sich in der Menge. Was passiert, wenn die Innenstadt abends scheinbar zur Ruhe kommt? Was verbirgt sich hinter Glasfassaden und Steinmauern? Wie kommt man vom iranischen Isfahan zum Jungfernstieg? Wo trifft der afghanische Kontor-Hausmeister seine Kollegen, wenn die Büros sich geleert haben? Wohin geht die Verkäuferin aus China nach Geschäftsschluss? In Zusammenarbeit mit der Autorin Christiane Richers tauchen wir in verborgene Leben ein und entdecken Fremde und Fremdes in der Nähe. Zu sehen ist ein Stück über Menschen und
Gebäude – gespielt an Original-Schauplätzen: Mitten in der Hamburger City.
In Kooperation mit der Hamburger Volkshochschule.
Leitung Jens Jakob de Place Mit Barbara Greulich, Susanne Lages, Patrick Lindner, Dagmar Niemann, Marion Puhl, Dagmar Richter und Daniela Schmidt



zurück