Bridge Markland - 30 Jahre Bühne - classic in the box - Werkschau in der Brotfabrik Berlin Pankow

28.July 2015

6. bis 22. August 2015. -----In ihrem 30. Bühnenjahr wird Bridge Markland in einem Atemzug mit Rosa von Praunheim und Werner Fassbinder genannt. In der DHM-Ausstellung Homosexualität_en kommt sie gleich zwei mal vor. Jubiläum feiert sie mit Favoriten ihrer "classic in the box" Reihe.

Bridge Markland: faust in the box

Goethes Faust 1. Teil für die Generation Popmusik

Do 6.- Sa 8. August um 20 Uhr

Fr 7. August um 19.30 Uhr

Einführung mit Nils Förster, künstlerischer Leiter der Brotfabrik

Wissenschaftler Faust sucht nach ultimativem Wissen und Spaß im Leben. Da taucht einer auf, der alle Wünsche erfüllen kann: Mephisto! Der Haken dabei? Faust muss ihm seine Seele verkaufen. Und das Wünsche erfüllen funktioniert nur, weil Mephisto Leute krass manipuliert, notfalls mit Drogen und Zauberei. "Weiter weiter ins Verderben, wir müssen leben bis wir sterben." tönt Rammstein-Sänger Till Lindemann dazu.

In dieser rasanten Ein-Frau+Puppen-Voll-Playback-Show wechselt Bridge Markland ständig zwischen Mephisto, Faust und Gretchen. Zusätzliche Figuren spielt sie mit Handpuppen. Goethes Texte werden mit Popmusik-Zitaten verstärkt. Roy Orbison singt "Pretty Woman" als Faust Gretchen zum ersten Mal sieht. Elvis heizt der Unerfahrenen mit "Falling in Love" ein. Da helfen auch die Warnungen der Ärzte nicht: "Männer sind Schweine - traue ihnen nicht".

Diese Liebesgeschichte hat auch bei Bridge Markland kein Happy End, macht aber sehr viel Spaß. Sie zaubert nicht nur einen erfrischenden Faust aus der Box, sie liefert auch einen neuen Blick auf die Popmusik-Geschichte.

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Bridge Markland: räuber in the box

Schillers Räuber für die Generation Popmusik

Do 13.- Sa 15. August 2015 um 20 Uhr

Do 13. August um 19.30

Einführung mit Nils Förster, künstlerischer Leiter der Brotfabrik

Fr 14. August um 19.30

Laudatio zum 30jährigen Bühnen-Jubiläum von Bridge Markland und Werk-Einführung mit Dr. Torsten Flüh, Kulturforscher HU Berlin

Nach der Vorstellung: Publikumsgespräch mit Theaterscoutings-Berlin

Bridge Markland macht aus Schillers Sturm und Drang Drama "Die Räuber" eine rasante Ein-Frau+Puppen-Voll-Playback-Show. Auflehnung, Neid, Liebe, Starrsinn, Heldenwahn und Verzweiflung sind sein Stoff. Schillers heftige Sprache verstärkt Markland mit 155 Song-Einspielungen, Film-Musiken und -Zitaten. Das geht von Wagners Walkürenritt bis zu Lady Gagas "Pokerface", vom Morricone-Hit "Spiel mir das Lied vom Tod" bis zur Titelmusik der Soap "Verbotene Liebe". Schillers Texte kommen aus dem Off, gesprochen von Dieter Landuris und anderen Schauspielern. Als Puppen agieren verschiedene Ken + Barbiepuppen, sowie ein original Nussknacker aus der DDR.

2. Preis beim Monospektakel V - Theater Reutlingen / Die Tonne, 2015

Jury-Begründung: Auf den zweiten Platz stellte die Jury "räuber in the box" von Bridge Markland, das spritzig und poppig einen Klassiker vergegenwärtigte, wie man ihn nicht unbedingt aus der Schullektüre in Erinnerung habe. Dazu beeindruckten die exakt ausgefeilte Mimik und die raschen Wechsel. Das ganze Stück habe »Lust auf mehr« gemacht und geradezu »entzückt«.

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Bridge Markland: leonce + lena in the box

Büchners Leonce und Lena für die Generation Popmusik

Do 20.- Sa 22. August um 20 Uhr

Do 20. August um 19.30 Uhr

Impulsvortrag zu Gender Performance im Theater mit Dr. Jenny Schrödl, Juniorprofessorin für Theaterwissenschaft an der FU, Leiterin der Arbeitsgruppe Gender der Gesellschaft für Theaterwissenschaft

Nach der Vorstellung: Publikumsgespräch mit Theaterscoutings-Berlin

Mit Pop und Puppen katapultiert Bridge Markland Büchners einzige Komödie als Ein-Frau-Playback-Theater ins 21. Jahrhundert. Kraftwerk, David Bowie, Die Ärzte und andere Popgrößen, befeuern die Satire.

Prinz Leonce soll König werden. Davor steht die arrangierte Heirat mit Prinzessin Lena, wovor es beiden graut. Sie fliehen, treffen und verlieben sich. Zurückgekehrt persiflieren sie die

Hochzeits-Inszenierung. "Leider geil" (Deichkind).

Sprecher: Thomas Nicolai, Oscar Axelrod, Xenia Fitzner, Cora Frost, Ingo Volkmer, Patrick O'Beirne, Saskia Baumgart, Jan Becker, Dieter-Rita Scholl, Oliver Sohl

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Bridge Markland - 30 Jahre Bühne

In ihrem 30. Bühnenjahr wird Bridge Markland in einem Atemzug mit Rosa von Praunheim und Werner Fassbinder genannt. In der DHM-Ausstellung Homosexualität_en kommt Bridge Markland gleich zwei mal vor. Das Werk "Politics of Queer Curatorial Positions: After Rosa von Praunheim, Fassbinder and Bridge Markland" zitiert die Bildsprache einer ihrer Performances (Bild 7, www.dhm.de/presse/homosexualitaet-en.html). Die Ausstellung präsentiert außerdem ein Interview mit ihr.

Seit 30 Jahren tourt Bridge Markland mit ihren Produktionen in Berlin, Deutschland, Europa, Kanada, USA und Australien. Sie spielt als Solistin, arbeitet aber auch mit anderen Companys. Seit 2002 ist sie im Ensemble des deutsch-australischen Kinder- und Jugendtheaters Platypus Theater.

Die Berliner Performerin Bridge Markland ist eine Virtuosin des Rollenspiels und der Verwandlung. Mit genialer Leichtigkeit überschreitet sie die Grenzen zwischen Sub- und Hochkultur, Tanz, Theater, Cabaret, Gender-Performance, Kinder- und Puppentheater.

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10 Jahre classic in the box

Das Projekt

2005 startete Bridge Markland diese Liebeserklärung an klassische Theaterstoffe und an die Pop-Musik. Namensgeber der Reihe ist die große Box, aus der sie ihre Ein-Frau+Puppen-Vollplayback-Shows zaubert. Mit einmaligem Verwandlungstalent spielt sie rasant alle Rollen, mal als Mensch, mal als Puppe. Sie kürzt die Texte und verstärkt oder kontrastiert sie mit passenden Popmusik-Zitaten. Ihre ungewöhnlichen Bearbeitungen klassischer Bühnenstücke begeistern sowohl Klassik-Liebhaber als auch Klassik-Muffel, Pop-Musikfans sowieso.

Bridge Markland spielte ihre Klassiker an vielen Goethe-Instituten, Universitäten und bei der deutschen Botschaft in Ottawa. Sie tourte damit neun mal durch die USA und vier mal durch Kanada. Weitere Tourneen sind in Vorbereitung.

10 Jahre classic in the box

schiller in the box, 2005, basierend auf dem Leben von Friedrich Schiller

faust in the box, 2006, nach Faust I von J.W. Goethe

faust in the box - english version, 2008, based on Faust part I by J.W. Goethe

krug in the box, 2008, basierend auf Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist

räuber in the box, 2012, basierend auf Die Räuber von Friedrich Schiller

robbers in the box - english language, 2013 based on The Robbers/Die Räuber von Friedrich Schiller

leonce + lena in the box, 2014, basierend auf Georg Büchners Leonce und Lena

www.bridge-markland.de

FSK: Alle Stücke ab 12 J. geeignet

Ort + Tickets

Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin Pankow

Tickets: 12 / 8 ermäßigt / Jugendliche bis 18 Jahre bekommen 20% zusätzliche Ermäßigung mit dem Ferienpass

Karten: 030/47 14 001, karten@brotfabrik-berlin.de

www.brotfabrik-berlin.de

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