Leonard Bernsteins Musical „Candide“ im Theater Krefeld
Sonntag, dem 7. Mai 2006 um 19.30 Uhr Stürme, Erdbeben und Kriege. – Ja, die Welt kann ein so unschöner Ort sein. Kann, muss aber nicht, zumal dann nicht, wenn man das Glück hat, im schönen Westfalen zu leben, auf dem schönsten aller möglichen Schlösser, bei den glücklichsten aller glücklichen Menschen. Candide, der Titelheld in Leonard Bernsteins satirischem Musical, ist solch ein glücklicher Mensch.
Er ist zwar ein Bastard und „nur“ ein Neffe des Barons, darf aber dennoch auf Schloss „Thunder-Ten-Tronck“ leben und wird, ebenso wir Cunegonde, des Barons liebreizendes Töchter¬chen, von Meister Pangloss, dem größten aller Philosophen, unterrichtet. Und in diesem Unterricht wird der Optimismus ganz groß geschrieben: „Sieht man von ander‘n noch möglichen Welten mal ab, ist dies wahrhaftig die beste Welt, die es je gab“ verkündet der Meister sein Credo – in Anlehnung an die von Leibniz entwickelte Philosophie.
Candide ist ein gutmütiger, schlichter junger Mann und er ist verliebt: natürlich in Cunegonde. Als die beiden ein Liebes-„Experiment“ durchführen und dabei erwischt werden, wird Candide kurzerhand vom Schloss gejagt. Für ihn beginnt nun eine lange, abenteuerliche Reise durch die Welt: Nur mit viel Wagemut und einer guten Portion Glück entrinnt er knapp einer Exekution. Er überlebt die bereits erwähnten Stürme, Erdbeben und Kriege. Ja, der naive Gutgläubige muss am eigenen Leib sämtliche Widrigkeiten des Lebens erfahren. Aber er kehrt – leicht lädiert zwar und um viele Erfahrungen reicher – von seiner Reise zurück: Candide ist erwachsen geworden. Obwohl sich alle Abenteuer zum Guten wenden und er nun auch in der Liebe sein Glück findet, bleibt ein bitterer Nachgeschmack: Mit dem Wissen, wozu der Mensch fähig ist, lässt es sich nicht mehr so unbeschwert weiterleben. Dennoch siegt sein Optimismus…
Neben dem Musical „West Side Story“ gehört „Candide“ nach dem gleichnamigen Roman Voltaires – die Deutsche Erstaufführung war 1982 –zu den erfolgreichsten Werken Leonard Bernsteins. Die Art der Komposition geht Hand in Hand mit der szenischen Vielfalt, die die Schilderung von Candides verschiedenen Reisestationen erfordert: Entstanden ist ein buntes Potpourri von Zitaten aus den Gattungen Operette, Musical und Oper, das aber auch Elemente des Jazz und der Folk-Music aufgreift.
Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Graham Jackson, für die Inszenierung zeichnet Wolfgang Lachnitt verantwortlich.
Im Bühnenbild von Rüdiger Tamschick und gekleidet von Kostümbidnerin Elke König sind u.a. zu erleben: Hans-Jürgen Schöpflin (Candide), Debra Hays (Cunegonde) und Christoph Erpenbeck (Voltaire/Pangloss).
Die Matinee ist am Sonntag, dem 30. April 2006 um 11.15 Uhr im Foyer des Theaters Krefeld.
Karten für die Premiere am 7.5.2006 und alle Folgevorstellungen sind an der Theaterkasse, Tel.: 02151/805-125, an allen Ticket-Online-Vorverkaufsstellen oder unter www.dticket.de erhältlich.
Die „Candide“-Inszenierung wird gefördert von der Gesellschaft der Freunde des Krefelder Theaters e.V. und vom Verein Freunde des Theaters in Mönchengladbach e.V.
