"Ajax" von Sophokles, Erstaufführung der Neuübersetzung von Simon Werle, Schauspiel Frankfurt

Premiere am 1. Dezember 2013, Bockenheimer Depot. ----- Nach 13 Jahren am Hindukusch kehren in diesen Monaten deutsche Soldaten zurück aus einem Auslandseinsatz, der seit 2010 Krieg heißt. Doch wie hoch ist der Preis, den sie für ihren Einsatz gezahlt haben?
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Der niederländische Regisseur Thibaud Delpeut verbindet den Persönlichkeitsverlust eines traumatisierten Soldaten mit dem Schicksal des griechischen Helden Ajax: In seiner Ehre aufs Tiefste gekränkt, weil die Heerführer sich weigern, ihm die Waffen des Achill zu geben, will Ajax sie und seinen Widersacher Odysseus töten. Aber die Göttin Athene verwirrt seine Sinne: Unter einer Herde von Schafen richtet er ein fürchterliches Blutbad an. Aus seinem Wahnsinn erwacht, tritt zur Entehrung durch die Griechen nun das Bewusstsein der Schmach. Ajax hat den Wunsch, zu sterben …

Der Regisseur Thibaud Delpeut von der Toneelgroep Amsterdam ist ein junges Regietalent aus den Niederlanden – am Schauspiel Frankfurt inszeniert er zum ersten Mal in Deutschland. Bevor er als Regisseur arbeitete, studierte er Klinische Psychologie. 2006 debütierte er mit seinem eigenen Stück »Vinex«. Es folgten u. a. die gefeierten Projekte »Antigone-Kreon-Oidipus« (nach Sophokles), »Blasted«, »4.48 Psychosis« (Sarah Kane) und »Medea« (nach Euripides und Sylvia Plath).

Regie / Musik Thibaud Delpeut

Bühne Roel van Berckelaer

Kostüme Wojciech Dziedzic

Dramaturgie Hannah Schwegler

Mit Linda Pöppel; Michael Benthin, Jens Böckamp, Christian Erdt, Manuel Harder, Sascha Nathan, Martin Rentzsch, Andreas Uhse u.a.

4. / 6. / 7. / 12. / 13. / 14. / 16. / 20. / 22. / 27. / 28. Dezember – Zum vorläufig letzten Mal!

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