Alles auf Albanien im Volkstheater Wien: Festival „Albanischer November“

am 9. und 10. November 2018 im Volx/Margareten

Volkstheater zeigt Länderschwerpunkt mit Tanztheater, Performance und Diskussionsveranstaltung --- Albanien im Wandel: Nach Jahrzehnten der Isolation unter der Diktatur Enver Hoxhas und den Turbulenzen nach deren Ende verändert sich der Balkanstaat derzeit rasend schnell. Die Kunstszene beobachtet die Prozesse der Veränderung, betreibt Standortbestimmung und sucht den Austausch mit der internationalen Szene.

Das zweitägige Festival „Albanischer November“ des Volkstheaters lädt ein, an diesem Austausch teilzunehmen: Am 9. und 10. November stehen im Volx/Margareten die Uraufführung eines Tanzabends, eine Performance zwischen Schauspiel, Tanz und Spoken Word Poetry sowie eine Diskussion über den Status Quo des Nationaltheaters in Tirana auf dem Programm.

Festival
Albanischer November
9. und 10. November 2018, Volx/Margareten
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres im Rahmen des Kulturjahres Österreich – Albanien im November 2018
www.volkstheater.at/festival/albanischer-november/

Uraufführung
Tanztheater
Shamia/Das Taschentuch
Konzept und Choreografie Gjergj Prevazi
Musik Endri Sina, Video Ilir Kaso
mit Elton Cefa, Rosella Pellicciotti, Fjorald Doci, Semela Skenderasi, Aulona Limani
eine Produktion der Albanian DanceTheater Company
Das Stofftaschentuch war zu Zeiten der Diktatur ein selbstverständliches Utensil des albanischen Alltags. Von diesem unscheinbaren Stück Stoff lassen sich der Choreograf Gjergj Prevazi und die Tänzer/innen seiner Company in die Vergangenheit führen: Sehr persönliche Erzählungen von der Bewältigung des Alltags verknüpfen sich mit dem Taschentuch ebenso wie Erinnerungen an Einsamkeit und an emotionale Bindungen. Und auch im traditionellen Tanz kommt das Taschentuch zum Einsatz.
Gjergj Prevazi und seine DanceTheater Company aus Tirana sind längst international bekannt. Sein neuestes Tanzstück Shamia/Das Taschentuch feiert im Rahmen des Albanischen November seine Uraufführung.
Freitag 9. November, 20 Uhr, Samstag 10. November, 20.30 Uhr
Anschließend jeweils Publikumsgespräch

Performance
I, the City
von und mit Elona Çuliq und Besmir Sula
In ihrer Performance zwischen Schauspiel, Tanz und Spoken Word Poetry verbinden die Autorin Elona Çuliq und der Tänzer Besmir Sula ihre eigenen Biografien mit jener der Stadt Shkodër in Nordalbanien, aus der beide stammen. Dabei entsteht das Porträt einer urbanen sowie persönlichen Gegenwart vor dem Hintergrund einer wechselvollen Geschichte.
Samstag 10. November, 19 Uhr
Anschließend Publikumsgespräch

Talk
Allianz zum Schutz des Theaters  
Seit Monaten protestiert eine Gruppe von Künstler/innen und Aktivist/innen gegen den Abriss des historischen Gebäudes des Nationaltheaters in Tirana. Der Journalist und Aktivist Ervin Goci erklärt, warum die Zukunft des Theaterhauses zu einer solch brennenden Frage in Albanien wurde.
Samstag 10. November, 18 Uhr

Weitere Artikel