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Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ - Theater&Philharmonie Thüringen

PREMIERE am 3. Oktober 2014, um 19.30 Uhr, Bühnen der Stadt Gera im Großen Haus. -----

Das soziale Psychodrama „Tod eines Handlungsreisenden“, das ursprünglich „Inside his head“ heißen sollte, beschreibt exemplarisch einen klassischen klinischen Burnout-Fall: einen in jungen Jahren mäßig erfolgreichen und im Alter erfolglosen Verkäufer, der zu den Menschen gehört, die noch am American Dream festhalten, ohne erkennen zu wollen, dass dieser in einer rein profitorientierten Gesellschaft nicht mehr verwirklicht werden kann.

Biff hat seinem Vater, dem ehemaligen Handelsvertreter Willy Loman, nie verziehen, dass er einst seine Mutter mit einer anderen Frau betrogen hat. Aus Trotz, so der Vorwurf des Vaters, hat er die Schule nicht abgeschlossen und hangelt sich nun von einem Job zum nächsten. Willys Leben findet in einer Welt statt, in der sich für ihn Vergangenheit und Gegenwart vermischen; immer öfter flüchtet er sich in Träume von früheren Zeiten, in denen noch alle Möglichkeiten offen schienen. Der Vater-Sohn-Konflikt spitzt sich zu, bis Biff seinem Vater zeigt, dass er ihn liebt und ihn dazu drängt, die Realität zu akzeptieren. Dieser ist entschlossen, bis zum Äußersten zu gehen, um seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten.

 

Schauspieldirektor Bernhard Stengele hat sich für das bekannteste Drama Arthur Millers entschieden, für das der US-amerikanische Schriftsteller mit dem Pulitzer-Preis für Theater ausgezeichnet wurde. Die Uraufführung am Broadway war 1949. Das Stück gilt inzwischen als Klassiker und Arthur Miller (1915 bis 2005) als der gesellschaftskritische Autor der USA. In seinen sozial- und zeitkritischen Dramen wendete er sich gegen den so genannten American Way of Life, bei dem allein der berufliche Erfolg zählt. Für sein umfangreiches literarisches Werk wurde Arthur Miller mit zahlreichen Preisen geehrt. 1956 bis 1961 war er mit der Schauspielerin Marilyn Monroe verheiratet.

 

Bernhard Stengele arbeitet in dieser Produktion erstmals mit dem Diplompsychologen Helmut Broichhagen zusammen, der die Produktion berät und die Darsteller durch verschiedene Techniken mit den mentalen Zustände der Protagonisten vertraut macht.

 

In der Regie von Bernhard Stengele spielen:

Ulrich Milde (Willy Loman),

Mechthild Scrobanita (Linda Loman),

Philipp Reinheimer (Biff Loman),

Henning Bäcker (Harold „Happy“ Loman),

Manuel Kressin (Bernard),

Rachelle Rasmata Emmanuella Ouedraogo (Frau aus Boston),

Bruno Beeke (Charley), Ouelgo Téné (Onkel Ben ),

Ralph Jung (Howard Wagner),

Johanna Paliege (Miss Konglomerat Forsythe u.a.)

 

Das Raumkonzept wurde von Bernhard Stengele in Zusammenarbeit mit Marianne Hollenstein entwickelt. Marianne Hollenstein ist für die Kostüme verantwortlich, Heinrich Diemer für die Musik. Dramaturgin ist Nora Wieczorek.

 

Es wird in der Übersetzung von Volker Schlöndorff und Florian Hopf gespielt.

 

Nächste Vorstellung am Sonntag 5. Oktober, um 14.30 Uhr.

Weitere Vorstellungen: 10. und 25. Oktober 19.30 Uhr, 26. Oktober 14.30 Uhr.

 

 

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