Ballett am Rhein – "b.37" - Deutsche Oper am Rhein

Premiere 23.11.2018, 19.30 im Opernhaus Düsseldorf

New World (Uraufführung) Robert Binet The Way Ever Lasting (Uraufführung) Natalia Horecna Fantaisies (Uraufführung) Remus Şucheană
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(c) Gert Weigelt

"New World" (Uraufführung) Robert Binet

Im Augenblick der Schöpfung des Alls prallen die Elemente aufeinander. Feuer, Wasser, Erde und Wind vermischen sich in einer eklatanten Spannung zwischen Licht und Dunkelheit. Als Inspiration für „New World“ wählt der Kanadier Robert Binet drei Stücke von Nico Muhly. Der New Yorker Komponist arbeitete mit Björk und Philip Glass zusammen, hat sich längst aber auch einen eigenen Namen in der Musikszene gemacht. Die atmosphärischen Landschaften, die aus den Kompositionen „Four Studies“, „Honest Music“ und „Quiet Music“ entstehen, bieten Robert Binet die Basis für ein Stück, das die außergewöhnlichen Geschichten über die Entstehung des Universums mit unserer gegenwärtigen Realität verbindet. Robert Binet zählt zu den vielversprechendsten Nachwuchstalenten seiner Generation. Er war 2012/13 Choreographic Apprentice beim Royal Ballet London und arbeitet zurzeit u.a. als Hauschoreograph beim National Ballet of Canada.

MUSIK „Four Studies“ und „Honest Music“ für zwei Soloviolinen und Streichorchester (Uraufführung) sowie „Quiet Music“ für Klavier von Nico Muhly

Choreographie
    Robert Binet
    Musikalische Leitung
    Jean-Michaël Lavoie
    Bühne
    Shizuka Hariu
    Kostüme
    Harriet Jung, Reid Bartelme
    Licht
    Floriaan Ganzevoort
    Klavier
    Hiroko Ishigame
    Solovioline 1
    Egor Grechishnikov / Emilian Piedicuta
    Solovioline 2
    Pascal Théry / Hyunmi Kim
    Tänzerinnen
    Doris Becker, Sonia Dvořák, Eleanor Freeman, Alexandra Inculet, Yuko Kato, Helen Clare Kinney, Aleksandra Liashenko, Cassie Martín, Virginia Segarra Vidal
    Tänzer
    Brice Asnar, Yoav Bosidan, Rubén Cabaleiro Campo, Orazio di Bella, Philip Handschin, Alexandre Simões, Arthur Stashak, Daniel Vizcayo, Eric White
    Orchester
    Düsseldorfer Symphoniker

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"The Way Ever Lasting" (Uraufführung) Natalia Horecna

Ihre Choreographien sind keine abstrakten Bewegungskompositionen. Sie hat Stücke über Kriege und den Missbrauch des Geistes gemacht, über in der Welt verlorene Kinder und Außenseiter. Natalia Horecna steht mit ihren Werken mitten im Leben, immer wieder geht es ihr aber auch um die Suche nach spiritueller Erhöhung. Nach der Uraufführung „Wounded Angel“ in b.30 kehrt die aus Bratislava stammende Künstlerin mit „The Way Ever Lasting“ nach Düsseldorf zurück. „Als einen Weg, der niemals enden möge“, beschreibt sie ihre Suche nach Balance, mit der sie sich in ihrem neuen Tanzstück auseinandersetzen wird – dem Gleichgewicht von Gut und Böse, von Falsch und Richtig, ohne deren Bedingtheit nichts Positives entstehen, „Gutes nicht erkannt, gefühlt, gelebt, genossen“ werden kann, so die Choreographin, die mit den „Augen des Herzens“ forschend in Räume vorzudringen versucht, die – hinter der sichtbaren Welt liegend – ungeahnte Freiheit eröffnen.

MUSIK „Chanson du Matin“ aus Cinq Chansons pour Percussion von Claude Vivier, „Lurking of a Purple Demon“ von Peter Breiner, Adagio e piano sempre aus dem Cembalokonzert Nr. 3 D-Dur BWV 1054 von Johann Sebastian Bach

Choreographie
    Natalia Horecna
    Musikalische Leitung
    Jean-Michaël Lavoie
    Bühne
    Darko Petrovic
    Kostüme
    Christiane Achatzi
    Licht
    Volker Weinhart
    Violoncello
    Nikolaus Trieb
    Schlagzeug
    Fabian Clasen
    Klavier
    Hiroko Ishigame
    Tänzerinnen
    Ann-Kathrin Adam, Marlúcia do Amaral, Sonia Dvořák, So-Yeon Kim
    Tänzer
    Philip Handschin, Marcos Menha, Chidozie Nzerem, Eric White
    Orchester
    Düsseldorfer Symphoniker

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"Fantaisies" (Uraufführung) Remus Şucheană

Wie aus einer anderen Welt klingt die Musik zu uns herüber – und öffnet auf der Tanzbühne ein Tor hinein in ein Reich voller phantastischer Wesen und zauberhafter Atmosphären, einen sommernächtlichen Traum, in dem Geister und andere Wesen herrschen, voller Romantik, aber auch geheimnisvoller, gefährlicher Dunkelheiten. Bohuslav Martinůs zwischen 1951 und 1953 komponierte 6. Sinfonie mit dem Untertitel „Fantaisies symphoniques“ begleitet den Choreographen Remus Şucheană bereits seit mehreren Jahren. Nun hat er sie als Basis für sein neuestes Werk gewählt: „Als ich eine Musik für meine allererste Choreographie suchte, stieß ich auf Martinůs ‚Sechste‘ und wusste sofort, dass ich mich mit ihr in einem Ballett auseinandersetzen möchte. Ihre Welt mit ihren vielschichtigen Farben nahm mich direkt gefangen. Es ist eine Musik, zu der ich sofort Emotionen spüre, Schritte und Bewegungen sehe, ein Solo, eine Gruppe.“ Seit 2016/17 leitet Remus Şucheană als Direktor das Ballett am Rhein. Mit „Fantaisies“ stellt er sein drittes Werk als Choreograph vor.

MUSIK Sinfonie Nr. 6 („Fantaisies symphoniques“) H. 343 von Bohuslav Martinů

Choreographie
    Remus Şucheană
    Musikalische Leitung
    Jean-Michaël Lavoie
    Bühne & Kostüme
    Mylla Ek
    Licht
    Volker Weinhart
  

Tänzerinnen
    Ann-Kathrin Adam, Marlúcia do Amaral, Camille Andriot, Doris Becker, Wun Sze Chan, Feline van Dijken, Eleanor Freeman, Alexandra Inculet, Yuko Kato, So-Yeon Kim, Helen Clare Kinney, Marjolaine Laurendeau, Aleksandra Liashenko, Sinthia Liz, Cassie Martín, Virginia Segarra Vidal, Marié Shimada
    Tänzer
    Brice Asnar, Orazio di Bella, Yoav Bosidan, Rubén Cabaleiro Campo, Michael Foster, Filipe Frederico, Vincent Hoffman, Sonny Locsin, Pedro Maricato, Marcos Menha, Tomoaki Nakanome, Chidozie Nzerem, Boris Randzio, Alexandre Simões, Daniel Smith, Arthur Stashak, Daniel Vizcayo
    Orchester
    Düsseldorfer Symphoniker

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