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«Brennende Finsternis» in Zürich

Antonio Buero Vallejos metaphorisches Stück über eine Gruppe von Blinden.

Premiere am Donnerstag, 23. März, 20 Uhr, Schauspielhaus, Schiffbau Halle 1

Der Regisseur des Stücks, Alvis Hermanis, war in Zürich schon mit «Der Revisor» und «Langes Leben» zu sehen.

Was ist Glück? Die kleine Gemeinschaft des Blindeninternats, in der Carlos lebt, ist voller Optimismus und Solidarität. Für Carlos gibt es keine Blinden, sondern nur Nichtsehende. Sie sind gesellschaftsfähig, gebildet, gesund und stark. Ihre Zuversicht ist, wie es die Direktion nennt, von eiserner Natur. Ganz anders empfindet dies Ignacio, der Neue. Er beharrt auf dem Leiden, der Notwendigkeit, sich der Tragödie des Blindseins zu stellen und einer, im wahrsten Sinne, blinden Hoffnung. Carlos und Ignacio werden Feinde. Was ist menschendienlicher? Die Illusion einer geglückten Normalität oder deren tragische Aufklärung? Der Kampf um die eigenen Ideale zwischen Ignacio und Carlos führt auch zur Rivalität in der Liebe zu einer Frau.

 

Antonio Buero Vallejo ist einer der bekanntesten spanischen Dramatiker der Moderne. Sein Stück «Brennende Finsternis» entstand 1946, unmittelbar nach seiner Entlassung aus den Gefängnissen des Franco-Regimes. Es stellt die Frage nach dem Preis unseres Wohlstands und Glücks.

 

Alvis Hermanis (Regie, visuelle Gestaltung) leitet das Neue Theater Riga (Lettland). Er gilt heute als einer der innovativsten und bedeutendsten Regisseure in Europa. Seine Produktionen «Der Revisor» und «Langes Leben» wurden in der ganzen Welt (und auch in Zürich am Theaterspektakel bzw. am Schauspielhaus) gespielt.

 

Die Produktion wird unterstützt von der Stiftung Corymbo

 

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