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Chor der Dresdner Bürger steht wieder auf der Bühne

Große Resonanz für Inszenierung des Staatsschauspiels Dresden in Kritikerumfrage.

Am Staatsschauspiel Dresden haben in dieser Woche die Proben für die Komödie „Lysistrata“ von Aristophanes begonnen.

Dabei steht der aus den „Webern“ bekannte Chor wieder auf die Bühne. Die 30 Dresdnerinnen und Dresdner verkörpern den Chor der Frauen und Männer in dem 411 v. Chr. entstandenen Werk. Die Rolle der Lysistrata wird von Christine Hoppe gespielt, Premiere ist am 12. November im Schauspielhaus, die Regie hat Stephan Suschke übernommen.

 

Der Rückkehr des Chors der Dresdner Bürger wird vom Publikum und der Theaterkritik mit Spannung erwartet. Bei einer Umfrage der Fachzeitschrift „Theater heute“ unter renommierten Journalisten wurden die Dresdner zweimal als „beste Nachwuchsdarsteller“ genannt und die „Weber“ bzw. „Dresdner Weber“ (Regie Volker Lösch, Dramaturgie Stefan Schnabel) einmal zum „besten Stück“ und viermal zur „besten Inszenierung und Dramaturgie“ gewählt.

Nach „Die Orestie“ und „Die Weber“ ist „Lysistrata“ die dritte Inszenierung mit dem Chor der Dresdner Bürger. In Aristophanes´ Komödie ergreift Lysistrata - Bürgerin von Athen - die Initiative und ruft Frauen aus ganz Griechenland zusammen, um sie für eine Idee zu gewinnen, wie man die kriegssüchtigen Männer kurieren kann: Die Frauen verweigern sich ihren Männern im Bett. Das Ultimatum heißt: Krieg oder Liebe!

Das Staatsschauspiel setzt damit auch in der laufenden Spielzeit seine Reihe von Inszenierungen fort, die politische Themen behandeln. Neben „Vom Fluss“ (Katharina Gericke) sowie „Mephisto“ (Klaus Mann, Premiere am 8. Oktober) und vor „Hartz IV - das Musical“ (Erik Gedeon, Uraufführung am 13.1.2006) kommt mit „Lysistrata“ eine Komödie auf die Bühne, die eine konkrete Utopie entwirft. Der Intendant des Staatsschauspiels Dresden,* Holk Freytag*: „Mit dem Dresdner Bürgerchor haben wir ein in der Bundesrepublik einmaliges Instrument, das den Willen zur politischen Haltung des Staatsschauspiels unterstreicht.“

 

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