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Cottbus: WIEDERERÖFFNUNG DES GROSSEN HAUSES AM SCHILLERPLATZ

am 22. September 2007 mit Jacques Offenbachs romantischer Oper „Die Rheinnixen“.

 

Vom Berliner Architekten Bernhard Sehring und mit finanziellen Mitteln der Bürger der Stadt Cottbus errichtet, hob sich 1908 erstmals der Vorhang im schönsten sezessionistischen Jugendstiltheater Europas, dem heutigen Großen Haus am Schillerplatz.

 

Insbesondere die gelungene Synthese aus Technik, Kunsthandwerk, Malerei und Plastik zeichnet das in Deutschland einzigartige architektonische Meisterwerk aus. Ein Jahrhundert hinterlässt Spuren und so erlebt das denkmalgeschützte Theatergebäude bis zum runden Geburtstag im Oktober 2008 große Veränderungen.

 

Nach 14 Monaten umfangreicher baulicher und restauratorischer Arbeiten, in denen der Theaterbetrieb in verschiedenen anderen Spielstätten fortgesetzt wurde, können die Besucher des Staatstheaters Cottbus im September 2007 „ihr Theater“ wieder in Besitz nehmen.

 

Mit der Verbesserung des Brandschutzes, dem Einbau einer Teilklimatisierung für ein angenehmeres Raumklima, einer komplett neuen Bestuhlung und anderem standen Sicherheit und Komfort für die Zuschauer im Mittelpunkt des Bauvorhabens. Eine sichtbare Veränderung im 1. Rang sind in Anlehnung an den originalen Theaterbau von 1908 wiederhergestellte Logen mit jeweils eigenem Zugang. Eine der fünf Logen wird als neuer Tonregieplatz genutzt. Alle Logen werden über eine lose Bestuhlung, also bequeme Sessel mit Armlehnen, verfügen. Der Wegfall einer ganzen Sitzreihe im 2. Rang sorgt auch dort für mehr Beinfreiheit. Im Haus wurden u.a. die Besuchertoiletten im Parkettbereich neu gestaltet und eine neue Behindertentoilette installiert.

Während der 1. Bauphase von Mai bis September 2006 fand parallel die Hüllensanierung des Großen Hauses statt. Dabei wurden auch die Sandsteinbereiche der Fassade saniert bzw. konserviert, alle Putti und Bauplastiken erneuert; die Außenleuchten saniert und wieder am Haus montiert – so dass sich der Theaterbau dem Betrachter erstmals wieder seit der letzten Rekonstruktion 1986 vollständig und in seinem originalen Gewand präsentiert.

 

Die Kosten des kompletten Bauvorhabens belaufen sich auf 3.865.000 Euro. Davon werden ca. 50 % vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) getragen; die anderen 50 % durch das Land Brandenburg, die Stadt Cottbus, den Bund und die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus.

 

 

Feierliche Wiedereröffnung mit Offenbachs „Die Rheinnixen“

Die Wiedereröffnung begeht das Staatstheater gemeinsam mit seinem Publikum und Ehrengästen am 22. September 2007 mit der Aufführung einer echten musik-historischen Sensation: Jacques Offenbachs „Die Rheinnixen“. Dieses wunderbar lyrische, dramatische, psychologisch tiefgründige Meisterwerk wurde vor etwa fünf Jahren dem Vergessen entrissen und ist inzwischen ein absolutes Muss für alle Opernfans. Weltweit steht diese romantische Oper – ein Füllhorn herrlichster Chöre, Ensembles und Arien – tatsächlich nur im Staatstheater Cottbus auf dem Spielplan!

Ein feierlicher Auftakt für eine spannende Spielzeit!

 

Unter der musikalischen Leitung von GMD Reinhard Petersen und in der Regie von Martin Schüler sind “Die Rheinnixen” in einer semiszenischen Produktion zu erleben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Wiederentdeckung der Musik. Der Zuschauer erhält aber durch kleine szenische Arrangements Einblick in die Handlungszusammenhänge, so dass er in die Lage versetzt wird, dieses außerordentlich interessante Zeugnis der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nachzuvollziehen. Mit dieser besonderen Inszenierungsart hat sich die Cottbuser Bühne bereits durch Aufführungen wie “Samson und Dalila”, “Penthesilea” und “Peter Grimes” einen überregionalen Ruf erworben.

 

Es wirken mit: Solisten des Opernensembles und der Opernchor des Staatstheaters Cottbus sowie Mitglieder des Chores der Oper Leipzig. Es spielt das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus.

 

BESUCHER-SERVICE:

Ticket-Telefon 01803 / 44 03 44 (9 Cent/Min.)

Telefax (0355) 79 61 66

Karl-Liebknecht-Straße 23

03046 Cottbus

 

STAATSTHEATER COTTBUS IM INTERNET:

www.staatstheater-cottbus.de

 

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