"Das Maß der Dinge" von Neil LaBute, Theater Konstanz

PREMIERE 26. SEPTEMBER 2015, SPIEGELHALLE. -----Adam trifft auf Evelyn. Er jobbt als Aufseher in einem Museum. Sie sprüht dort einen Penis auf eine im Nachhinein mit einem Feigenblatt versehene Männerstatue. Für die Kunststudentin ist die Aktion ein Statement gegen Zensur, für Adam schlicht ein Regelverstoß.
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Aus den ungleichen Charakteren wird ein Liebespaar. Selbstbewusst beginnt Evelyn das Leben Adams umzukrempeln und ihn sukzessiv zu verändern. Neue Kleidung, Kontaktlinsen, Fitnessstudio sind nur der Anfang. Aus dem linkisch-schüchternen und unscheinbaren Adam wird ein attraktiver junger Mann. Adams Metamorphose fällt auch seinen Freunden auf, doch ahnt niemand, wie weit Evelyns Beeinflussung gehen wird. Der nordamerikanische Dramatiker Neil LaBute schreibt eine abgründige Satire darüber, zu welchen Grenzüberschreitungen Menschen bereit sind, um ihre Visionen zu realisieren. Ein Stück im Spannungsfeld zwischen Sein und Schein, das sich mit Tabus und Abgründen beschäftigt. Wie weit lassen wir uns manipulieren? Was geben wir alles für eine perfekt dosierte Handvoll Liebe? Was ist Realität und was Illusion?

REGIE WULF TWIEHAUS

studierte Regie an der Hochschule »Ernst Busch« in Berlin. Neben seinen Inszenierungen arbeitet er als Dozent an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg und an der Theaterakademie Mannheim. In Konstanz inszenierte er u.a. »Tschick« und den Johnny Cash-Abend »It takes One to know me«.

DRAMATURGIE Laura Ellersdorfer

DARSTELLER Johanna Link (jenny), Peter Posniak (phillip), Tomasz Robak (adam), Jana Rödiger (evelyn)

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