Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Der Kick" von Andres Veiel und Gesine Schmidt im Staatstheater Cottbus"Der Kick" von Andres Veiel und Gesine Schmidt im Staatstheater Cottbus"Der Kick" von Andres...

"Der Kick" von Andres Veiel und Gesine Schmidt im Staatstheater Cottbus

Premiere 13. Dezember 2007, 11.00 Uhr, in der Kammerbühne (Probebühne)

 

Das dokumentarische Theaterstück rückt die Vorgänge in der Nacht zum 13. Juli 2002 in Potzlow, einem Dorf in der Uckermark, ins Blickfeld.

Dort misshandeln drei Jugendliche auf brutalste Weise den 16-jährigen Marinus. Es gibt erwachsene Zeugen, die nicht eingreifen. Täter und Opfer kennen sich, sie kommen alle aus Potzlow. Die Gewalt der Tat aber beginnt nicht in dieser Nacht. Und auch nicht mit dem Zerfall der Dörfer nach der Wende. Bei genauerem Hinsehen findet sie sich fortwährend in den Lebensgeschichten der Beteiligten, deren Eltern und Großeltern. Über die Montage der verdichteten Gesprächsprotokolle mit zweien der Täter, den Brüdern Marco und Marcel, ihren Eltern, den Freunden des Opfers, der Staatsanwaltschaft und der betroffenen Dorfgemeinschaft versucht „Der Kick", die Biografie hinter der Tat sichtbar werden zu lassen.

 

Esther Hattenbach setzt dieses Stück in Szene. Damit ist in Cottbus zum ersten Mal eine Regiearbeit der 30jährigen zu sehen, die bisher u.a. in Karlsruhe, Oldenburg, Tübingen, Krefeld, Stendal sowie Berlin (Theater an der Parkaue) gearbeitet hat. Hattenbach inszeniert den „Kick“ mit sparsamen Mitteln und lässt durch die Darsteller Susann Thiede und Gunnar Golkowski verschiedenste Personen zu Wort kommen. Im Versuch, die ungeheuerliche Tat zumindest in einem Bruchteil zu verstehen, entwickelt sich vor den Augen der Zuschauer ein vielschichtiges Ursachengeflecht. Bühne und Kostüme gestaltet Nicole Lorenz.

Im Anschluss an die Vorstellungen laden Studentinnen der Fachhochschule Lausitz zu Gesprächen ein, in denen auch die Frage der Gewaltprävention in den Mittelpunkt rückt.

 

KARTEN

Die Premiere ist ausgebucht, für die nächsten Vorstellungen gibt es Karten für 14 Euro (ermäßigt 10 Euro) im Besucher-Service, Ticket-Telefon 01803 / 44 03 44 (9 Cent/Min.)

 

Die Vorstellung wird unter geeigneten räumlichen Voraussetzungen auch in Schulen gezeigt.

 

DIE NÄCHSTEN VORSTELLUNGEN

Montag, 17. Dezember 2007, 19.30 Uhr;

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑