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DER REVISOR von Nikolaj Gogol im Schauspielhaus Zürich

Premiere: Freitag, 30. Oktober 2009, 20h, Pfauen

 

In der Verwaltung einer kleinen Stadt hat man es sich angenehm eingerichtet:

Es wird bestochen, unterschlagen, die Arbeit auf die lange Bank geschoben

und der Bürger ausgebeutet.

Als jedoch der Besuch eines Revisors aus St. Petersburg angekündigt wird, bricht helle Panik aus. Mit allen Mitteln versucht man den fremden Reisenden, der im Gasthaus abgestiegen ist, milde zu stimmen. Der weiss zwar nicht, wie ihm geschieht, nimmt aber Geld und Gefälligkeiten gerne an. Um einiges reicher macht er sich aus dem Staub, bevor die Ankunft eines Revisors aus St. Petersburg gemeldet wird…

 

Der russische Schriftsteller Nikolaj Gogol (1809–1852) gilt als Meister

der Groteske. Bekannt für seine Arabesken, wie „Die Nase“ oder „Der Mantel“, erschafft er auch in „Der Revisor“ (1836) eine alptraumhaftkomische, verzerrte Welt. Wie die Amtsinhaber auf die absurdeste Weise ihre Vergehen zu vertuschen und den vermeintlichen Revisor zu manipulieren suchen, wird in grellen Farben auf die Bühne gebracht. Damit zeichnet Gogol in seiner Komödie nicht nur das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der Amtsmissbrauch, Steuerhinterziehung und Schmiergeldaffären an der

Tagesordnung sind, sondern leuchtet auch die Ängste aus, die auf dem Nährboden des schlechten Gewissens gedeihen und durch zwanghafte Kontrollmechanismen beruhigt sein wollen.

 

Sebastian Nübling inszenierte in den letzten Jahren vorrangig am Theater

Basel, an der Berliner Schaubühne, an den Münchner Kammerspielen und am

Deutschen Schauspielhaus in Hamburg; am Schauspielhaus Zürich war

„Macbeth“ zu sehen. Seine Arbeiten, die meist in Zusammenarbeit mit der

Bühnenbildnerin Muriel Gerstner und dem Musiker Lars Wittershagen entstehen, wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

 

Regie Sebastian Nübling

Bühnenbild/ Kostüme Muriel Gerstner

Musik Lars Wittershagen

Dramaturgie Katja Hagedorn

Licht Rainer Küng

 

Anton Antonowitsch Skwosnik-Dmuchanowskij,

Stadthauptmann Robert Hunger-Bühler

Anna Andrejewna, seine Frau Julia Kreusch

Maria Antonowna, seine Tochter Franziska Machens

Luka Lukitsch Chlopow, Schulinspektor Ludwig Boettger

Ammos Fjodorowitsch Ljapkin-Tjapkin, Richter Gottfried Breitfuss

Artemij Filippowitsch Semljanika, Direktor der Krankenhäuser und Pflegeheime für Sozialhilfe Nicolas Rosat

Iwan Kusmitsch Schpekin, Postmeister Patrick Güldenberg

Pjotr Iwanowitsch Dobtschinskij, Gutsbesitzer Victor Calero

Pjotr Iwanowitsch Bobtschinskij, Gutsbesitzer Tim Porath

Iwan Alexandrowitsch Chlestakow, Beamter Matthias Bundschuh

Zwei Polizisten Niklas Kohrt, Sean McDonagh

Praktikum Schauspiel Judith Cuenod

Eine Gruppe von vier Mädchen Statisterie

 

Weitere Vorstellungen im Pfauen:

1. November, 19 Uhr

5./ 10./ 16./ 21./ 27. November, jeweils 20 Uhr

Weitere Vorstellungen im Dezember und Januar sind in Planung.

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