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DER TROUBADOUR von Giuseppe Verdi im Theater Freiburg

PREMIERE SA. 21.2.15, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

Die seelischen Verwerfungen einer aus den Fugen geratenen Familie, wie wir sie in beinahe jeder Verdi-Oper eindringlich vorgeführt bekommen, führen im 1853 uraufgeführten »Troubadour« schier ins Bodenlose:

Als Rache für ihre hingerichtete Mutter will Azucena – als Hexe von der Gesellschaft gleichermaßen gefürchtet und ausgestoßen – den Adelsspross Manrico bei lebendigem Leib verbrennen, wirft aber in ihrer Raserei den eigenen Sohn in die Flammen. Die Ungeheuerlichkeit dieses Mordes am eigenen Kind kann sie nur rigoros verdrängen, sonst gäbe es für sie kein weiteres Überleben. Manrico gibt sie als ihr Kind aus, zieht es im harten Umfeld der gesellschaftlich Geächteten auf. Oder ist dies ein neuer Schachzug ihres Rachefeldzuges?

 

Bedingungslos dreht sich die Spirale der Gewalt weiter und lässt keinen zur Ruhe kommen, so wie die verdrängte Vergangenheit sich immer wieder ihren Weg ins Bewusstsein bahnt: Überall singt man die Lieder von den lodernden Flammen.

 

Musikalische Leitung: Gerhard Markson

Regie: Rudi Gaul & Heiko Voss

Bühne & Kostüme: Olga Motta

Video: Thilo Nass

Chor: Bernhard Moncado

Dramaturgie: Dominica Volkert

 

Mit: Anja Jung, Liene Kinca/Christina Vasileva, Elisandra Melián; James Lee/Andris Ludvigs,

Jin Seok Lee/Andrei Yvan, Shinsuke Nishioka, Juan Orozco u.a.

 

 

 

 

 

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