Deutsches Theater Berlin: "Publikumsbeschimpfung" von Peter Handke

Berlin-Premiere 6. Oktober 2018, 19.30, Kammerspiele

"Sie werden kein Spiel sehen. Hier wird nicht gespielt werden. (…) Wir sind keine Darsteller. Wir stellen nichts dar. Wir stellen nichts vor." Peter Handkes erstes "Sprechstück" kündigt die Grundlagen der bürgerlichen Theatersituation auf. Die Schauspieler spielen nicht, sie richten sich in ihrem Sprechen direkt an den Zuschauer, der aus seiner Rolle des nichtbeteiligten Voyeurs herausgekitzelt wird. Die Uraufführung 1966 am Theater am Turm in Frankfurt in der Regie von Claus Peymann war ein Skandal. Das Stück ein "Aufstand gegen das Bestehende" (Peymann).
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(c) Jeremy Mockridge

Und heute? Was hat es noch auf sich mit diesem Stück, das in Tiraden an das Publikum gipfelt, um sich am Ende beim Zuschauer zu bedanken?

Was will, kann, darf und fordert das Theater und was das Publikum – wie treffen sie am Abend selbst aufeinander?

Regie Martin Laberenz
Bühne Volker Hintermeier
Kostüme Aino Laberenz
Musik Leo Schmidthals
Dramaturgie Jan Hein, Katrin Spira / Bernd Isele (Berlin)

Mit
Manolo Bertling, Peter René Lüdicke, Jeremy Mockridge, Natali Seelig, Johann Jürgens / Leo Schmidthals, Birgit Unterweger

14. Oktober 2018 19.00
22. Oktober 2018 20.00
1. Januar 2019 19.30

Eine Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart

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