Deutschsprachige Erstaufführung: "An und Aus" von Roland Schimmelpfennig im Nationaltheater Mannheim

Premiere am 9. Januar 2016, 20.00 Uhr, Schauspielhaus. -----An und Aus entstand 2012 / 2013 als Auftragsarbeit für das New National Theatre in Tokyo und verarbeitet die Eindrücke der ersten Japanreise des Autors, aber auch seine Empfindungen zur Nuklearkatastrophe von Fukushima.
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Ein kleines Hotel am Hafen. Jeden Montag treffen sich hier Frau Z. und Herr A., Frau A. und Herr Y., Frau Y. und Herr Z. Drei Paare, die sich untereinander betrügen, ohne zu wissen, dass im Zimmer nebenan der eigene Mann, die eigene Frau mit einer anderen, einem anderen im Bett liegt. Denn das Hotel betreten sie immer nacheinander. Der junge Mann mit der Brille, der im Hotel arbeitet, kennt alle Gäste und ihre heimlichen Treffen. Auch er ist verliebt. Aber das Mädchen, das er liebt, arbeitet oben auf dem Berg und kann dort nicht weg.

Plötzlich ein kurzes Flackern − Licht aus, Licht an. Ein Moment der Irritation, irgendetwas stimmt nicht. Auf einmal hat Frau Z. zwei Köpfe und Herrn A. fehlt der Mund. Das Herz von Herrn Y. brennt, während Frau A. versteinert. Das Mädchen fährt mit dem Fahrrad durch die Nacht und sucht nach dem Jungen. Was sich im Hotel und draußen abspielt, wird zu einer surrealen Bilderwelt vergrößert. Nichts bleibt, wie es ist.

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen, ist einer der renommiertesten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Für seine Stücke wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. 2010 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis für sein Stück Der goldene Drache. Für das Nationaltheater Mannheim schrieb er Das schwarze Wasser (UA), das in der vergangenen Spielzeit von Burkhard C. Kosminski uraufgeführt wurde.

Inszenierung Burkhard C. Kosminski-

Bühne Florian Etti -

Kostüme Lydia Kirchleitner-

Musik Hans Platzgumer-

Licht Nicole Berry -

Dramaturgie Ingoh Brux -

Choreographische Mitarbeit Jean Sasportes

mit Katharina Hauter, Anne-Marie Lux, Reinhard Mahlberg, Hannah Müller, Ragna Pitoll, Sven Prietz, Fabian Raabe, Stefan Reck

die nächsten Vorstellungen: 14. und 23. Januar

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