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Deutschsprachige Erstaufführung: JUDAS von Lot Vekemans, Münchner Kammerspiele

Premiere im Schauspielhaus am 19. Dezember 2012, 21.00 Uhr. -----

JUDAS handelt von einem Mann, dessen Name für Verrat steht. Ein Mann, der jahrhundertelang von jedem geschmäht wurde. Doch wäre ohne diesen Menschen und ohne seinen Judaskuss das Christentum nie zu einer der großen Weltreligionen geworden...

Es gibt in jedem Zeitalter Spekulationen über Judas und seine Motive. Nach zweitausend Jahren ist es an der Zeit, dass Judas selber spricht: Er inszeniert einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem Judas in sich selbst.

 

Ich denke, es gibt bei uns eine einseitige Richtung des Blicks auf die Helden, auf das, was wir als größer und höher und besser erachten, als wir es selbst sind. Wir lieben es, zu verehren, so wie wir es lieben, verehrt zu werden. Aber in beiden Fällen gibt man seine Macht an jemand anderen ab. Judas wird von Menschen verhöhnt, damit sie ihre eigenen Seelen rein waschen. Es ist auffällig, dass in Porträts, die über die Jahrhunderte entstanden sind, Judas immer hässlicher und böser dargestellt wurde. Lot Vekemans

 

Regie: Johan Simons, Bühne: Bettina Pommer, Kostüme: Henriette Müller, Musik: Maarten Schumacher, Dramaturgie: Julia Lochte

 

Mit: Steven Scharf

 

Do., 27.12.

22.00

Sa., 05.01.

22.00

Do., 24.01.

21.00

 

 

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