DIE LUSTIGE WITWE, Operette von Franz Lehár in der Oper Frankfurt

Premiere Sonntag, 13. Mai 2018, um 18.00 Uhr im Opernhaus

In der pontevedrinischen Gesandtschaft zu Paris herrscht höchste Aufregung: Es gilt, das Vermögen der attraktiven Witwe Hanna Glawari „im Land“ zu halten. Daher wird der nicht minder gut aussehende Graf Danilo auf seine äußerst begehrte Landsfrau angesetzt. Doch da es sich bei Hanna um Danilos Jugendliebe handelt, die er einst aus Standesgründen verlassen musste, und er darüber hinaus nicht in Verdacht geraten will, es nur auf Hannas Millionen abgesehen zu haben, sind allerhand amouröse Verwicklungen zu lösen, bis sich die beiden endlich ihre Liebe gestehen können.
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Dirigentin Joana Mallwitz, (c) Nikolaj Lund

Der österreich-ungarische Komponist Franz Lehár (1870-1948) gilt als Hauptvertreter der sogenannten „Silbernen Operettenära“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bei der am 28. Dezember 1905 am Theater an der Wien uraufgeführten Lustigen Witwe handelte es sich um seinen ersten Welterfolg, der mehrere Verfilmungen nach sich zog. Gleichzeitig erreichte damit das Genre der „Tanzoperette“ ihren Höhepunkt. Lehár reicherte die obligatorischen Walzer, Polkas und Mazurken mit Modetänzen, aber auch mit folkloristischen Weisen an. Dabei dienen diese Melodien aber keinesfalls als bloße „Garnitur“, sondern sind eng mit der Dramaturgie des Werkes verbunden. Viele Titel wurden zu wahren Evergreens, vom walzerseligen „Lippen schweigen“ bis hin zum Schlager „Da geh’ ich zu Maxim“. Die Oper Frankfurt versuchte sich in der Vergangenheit immer wieder an Lehárs Meisterwerk, so zuletzt 1996 mit Gunnel Bohman in der Titelpartie (Regie: Peter Mussbach; Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling).

Die musikalische Leitung liegt diesmal bei der jungen deutschen Dirigentin Joana Mallwitz, die hier 2016/17 mit Debussys Pelléas et Mélisande debütierte. Seit 2014/15 ist sie Generalmusikdirektorin am Theater Erfurt und wird 2018/19 in gleicher Position ans Staatstheater Nürnberg wechseln. Regisseur Claus Guth ist regelmäßiger Gast an der Oper Frankfurt, wo er zuletzt 2015/16 Strauss’ Der Rosenkavalier inszenierte. Zu seinen aktuellen Aufgaben gehört Puccinis La Bohème an der Opéra National de Paris und Händels Saul am Theater an der Wien. Dort sang die international begehrte Sopranistin Marlis Petersen (Hanna Glawari) kürzlich Donizettis Maria Stuarda. Die 2004, 2010 und 2015 von den Autoren des Fachmagazins Opernwelt als „Sängerin des Jahres“ ausgezeichnete Künstlerin war in Frankfurt bisher als Mozarts Königin der Nacht (Die Zauberflöte) und Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) sowie mit zwei Liederabenden zu erleben. Angeführt von Iurii Samoilov (Graf Danilo Danilowitsch), Kateryna Kasper (Valencienne) und Martin Mitterrutzner (Camille de Rosillon) sind alle übrigen Partien vorwiegend mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt.

Text von Victor Léon und Leo Stein
nach der Komödie L’Attaché d’ambassade (1861) von Henri Meilhac
Mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Joana Mallwitz
Regie: Claus Guth
Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt
Licht: Olaf Winter
Choreografie: Ramses Sigl
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Konrad Kuhn

Graf Danilo Danilowitsch: Iurii Samoilov
Hanna Glawari: Marlis Petersen
Baron Mirko Zeta: Barnaby Rea
Valencienne: Kateryna Kasper
Camille de Rosillon: Martin Mitterrutzner
Vicomte de Cascada: Theo Lebow
Raoul de St. Brioche: Michael Porter
Bogdanowitsch: Gordon Bintner
Sylviane: Elizabeth Reiter
Kromow: Dietrich Volle
Olga: Maria Pantiukhova
Pritschitsch: Franz Mayer
Praskowia: Margit Neubauer
Njegus: Klaus Haderer u.a.

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung der DZ BANK und des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Weitere Vorstellungen: 18., 20. (18.00 Uhr), 27. Mai, 3. (18.00 Uhr), 13., 16., 22., 25. Juni 2018
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

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