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"Die Nibelungen" nach Moritz Rinke und Friedrich Hebbel - Schauspiel Stuttgart

Premiere: Samstag 26. Juni 2010, 19.00 Uhr, Schauspielhaus

 

Das Nibelungenlied ist nicht nur eines der ältesten Zeugnisse deutschsprachiger Dichtung, sondern galt lange Zeit auch als ein "Nationalepos der Deutschen".

Bis zum heutigen Tag ist es ein Stoff, der in seiner Mischung aus Ritterepos und Märchen, als Geschichte von bedingungsloser Liebe und grenzenlosem Hass, von Eifersucht, Verrat, Mord und Rache das Publikum in seinen Bann zu ziehen vermag.

 

Siegfried aus Xanten, der unverwundbare Drachenbezwinger und Eroberer des Nibelungenschatzes, kommt nach Worms, um hier um die Hand der schönsten Frau der Welt anzuhalten - Kriemhild, die Schwester des Burgunderkönigs Gunther. Sie wird ihm auch versprochen, wenn Siegfried für Gunther zuerst die unbesiegbare Brünhilde, die Königin Islands, gewinnt. Der Plan geht auf, Gunther und Brünhilde, Kriemhild und Siegfried feiern Doppelhochzeit. Über das, was auf Island und auch noch in der Hochzeitsnacht geschah, wird Stillschweigen vereinbart - das Siegfried jedoch umgehend bricht. Das Ansehen Gunthers und vor allem seiner Frau ist in Gefahr. Hagen von Tronje, der langjährige Berater Gunthers, spricht als erster aus, was alle denken: Siegfried muss weg, und zwar für immer. Hagen lockt ihn in einen Hinterhalt, nachdem er der nichtsahnenden Kriemhild zuvor das Geheimnis entlockt hat, an welcher Stelle seines Körpers der mit dem Drachenblut gepanzerte Siegfried doch verwundbar ist.

 

Von ihrer Familie verraten, um ihren Ehemann gebracht und des Nibelungenhorts beraubt, schwört Kriemhild Rache. Um die zu bekommen, ist ihr jedes Mittel recht. Sie heiratet den gefürchteten Hunnenkönig Etzel und verlässt Worms für immer. Viele Jahre nach Siegfrieds Tod lädt sie nun die Burgunder unter dem Vorwand, sich endlich doch versöhnen zu wollen, ins Hunnenland ein.

 

Christian Weise, der am Schauspiel Stuttgart mit seiner Don Quijote-Bearbeitung "Herr Ritter von der traurigen Gestalt" (2006) und mit der Uraufführung von Soeren Voimas "Eos" (2008) große Erfolge feierte, wird "Die Nibelungen" als opulentes Theaterspektakel auf die Bühne des Schauspielhauses bringen.

 

Regie: Christian Weise, Bühne: Jo Schramm, Kostüme: Ulrike Gutbrod, Musik: Jens Dohle, Dramaturgie: Christian Holtzhauer

 

Mit: Sebastian Arranz (Siegfried, Etzel), Johannes Benecke (König von Burgund), Lisa Bitter (Kriemhild), Christoph Gawenda (Hagen von Tronje), Toni Jessen (Freier, Burgunder, Hunne), Boris Koneczny (Rüdiger), Jürgen Kuttner, Rahel Ohm (Ute), Lukas Rüppel (König von Burgund), Dino Scandariato (Sindold, Etzels Lehnsmann), Michael Stiller (Hunold, Etzels Lehnmann), Nadja Stübiger (Brünhild) sowie Jens Dohle, David Günther, Hans-Peter Ockert

 

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