Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DIE RÄUBER von Friedrich Schiller im Schauspielhaus BochumDIE RÄUBER von Friedrich Schiller im Schauspielhaus BochumDIE RÄUBER von Friedrich...

DIE RÄUBER von Friedrich Schiller im Schauspielhaus Bochum

Premiere am 3. März 2012 im Schauspielhaus. -----

Schillers Sturm-und-Drang-Drama erzählt von dem ungleichen Brüderpaar Karl und Franz Moor. Karl hat im Kampf um Freiheit eine Räuberbande um sich gescharrt und verbreitet raubend und mordend Angst und Schrecken.

Franz hat derweil eine Intrige gegen seinen Bruder gesponnen, durch die er sich des erbberechtigten Erstgeborenen entledigen will und auch seines Vaters. Und dann müht er sich um die Gunst von Karls Verlobter. Karl sinnt auf Rache und opfert dafür seine letzten Freiheitsideale.

 

Der polnische Regisseur Jan Klata inszeniert zum zweiten Mal am Schauspielhaus Bochum. Nach seiner Adaption von Franz Kafkas „Amerika” widmet er sich nun Friedrich Schillers Jugendwerk „Die Räuber”.

 

Klata nähert sich Schillers idealistischem Drama aus der Perspektive des Märchens. Während das Drama zum einen einen Kampf des Guten gegen das Böse erzählt, ist im selben Augenblick nicht deutlich auszumachen, wer für das Böse und wer für das Gute steht. In jedem Augenblick können die Perspektiven wechseln, verlaufen die Frontlinien anders. Die Figuren treten aus dem Dunkeln ins Licht, um bald darauf wieder in die Schattenwelt zu entschwinden. Ganz im Sinne Schillers geht Klata so der Frage nach der Freiheit des Einzelnen, der zerstörerischen Kraft der Idealisten und den magischen Kräften der Familienbande nach.

 

Jan Klata gehört zu den führenden Regisseuren Polens. 1973 in Warschau geboren, studierte er zunächst Regie an der Warschauer Theaterakademie und wechselte dann an die staatliche Theaterschule Krakau. Er assistierte polnischen Thea-tergrößen wie Jerzy Grzegorzewski oder Krystian Lupa. Seine erste Inszenierung von Nikolai Gogols „Revisor“ wurde als wichtigstes Debüt des Jahres 2003 gefeiert. Seither arbeitet Jan Klata an den bedeutendsten Bühnen seines Landes. Seine Inszenierungen waren auch auf diversen Festivals und an Theatern im Ausland zu sehen und wurden mit zahlreichen bedeutenden polnischen Theaterpreisen ausgezeichnet.

 

Regie: Jan Klata

Bühne & Kostüme: Justyna Łagowska

Choreografie: Maćko Prusak

Dramaturgie: Olaf Kröck

 

Mit: Andreas Grothgar, Raiko Küster, Florian Lange, Nicola Mastroberardino, Ronny Miersch, Kristina-Maria Peters, Bernd Rademacher, Felix Rech, Dimitrij Schaad, Klaus Weiss

 

Die nächsten Vorstellungen: 8.3., 17.3.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stadtwerke Bochum / Gefördert von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit u. vom Polnischen Institut Düsseldorf

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑