Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die Weberischen: Ein Bänkelgesang aus dem Hause Schikaneder" von Felix Mitterer, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen"Die Weberischen: Ein Bänkelgesang aus dem Hause Schikaneder" von Felix..."Die Weberischen: Ein...

"Die Weberischen: Ein Bänkelgesang aus dem Hause Schikaneder" von Felix Mitterer, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Deutschlandpremiere 02.03.2012, 19:30 großes Haus. -----

Der bekannte österreichische Dramatiker Felix Mitterer entwickelte im Mozartjahr 2006 gemeinsam mit Martyn Jacques, dem Sänger, Akkordeonisten, Liedtexter und Komponisten der britischen Kultband „Tiger Lillies“, die schwarzhumorige, satirische, musikalische Komödie „Die Weberischen“

Der berühmte Theatermann und Librettist der „Zauberflöte“, Emanuel Schikaneder führt in seinem Wiener Freihaustheater gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein interessantes Spektakel auf: Erzählt wird die Geschichte der Weberischen – Mozarts Frau Constanze Weber, ihrer Mutter und ihrer drei Schwestern. Mozart war 22, als er den Weberischen Frauen in Mannheim ins Netz ging. Von da an waren sie bis zu seinem frühen Tod 1791 immer in seiner Nähe, haben ihn bewundert, seine Kompositionen gesungen, ihn ausgelacht und ausgenommen. Durch ihn allein sind alle fünf – Mutter Cilly und ihre Töchter Sophie, Aloysia, Josepha und Constanze – in die Geschichte eingegangen.

 

Das Musikgenie Mozart selbst spielt in den Weberischen nicht einmal eine Nebenrolle. Er glänzt durch

Abwesenheit, man winkt ihm durchs Fenster nach, verabschiedete ihn vor der Tür, lässt ihn im Nebenzimmer komponieren. Nur als Toter darf er aufgebahrt auf die Bühne. Seine Kompositionen kommen nur in Auszügen vor und kontrastieren mit der schrägen Musik der „Tiger Lillies“. In diesem „Theater im Theater“Stück spielt zur Freude aller Herr Schikaneder die Rolle der Frau Weber selbst.

 

Nach der überaus erfolgreichen Uraufführung in Wien findet die Deutschlandpremiere dieses Bänkelgesangs aus dem Hause Schikaneder, wie die korrekte Genrebezeichnung des Autors lautet , am 2.März 2012 im Bautzener Theater statt. Neben Olaf Hais als Schikaneder und Mutter Weber spielen Anna Marie Lehmann (Constanze), Gabriele Rothmann (Josepha), Lilli Jung (Aloysia) und Fiona Piekarek (Sophie). Musikalisch getragen wird der Abend von Schikaneders Theaterfaktoten (Kolja Heiß, Istvan Kobjela, Jonas Lauenstein, Thomas Ziesch,zwei Gastmusiker und Tasso Schille)

 

Regie: Lutz Hillmann,

Musikalische Leitung: Tasso Schille,

Ausstattung: Mirosław Nowotny,

Dramaturgie: Eveline Günther,

 

Darsteller: Olaf Hais, Anna Marie Lehmann, Gabriele Rothmann, Lilli Jung, Fiona Piekarek sowie Kolja Heiß, Istvan Kobjela, Jonas Lauenstein, Thomas Ziesch, Tasso Schille u.a.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑