"Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart im Theater Erfurt

Premiere: 30. September 2017, 19.30 Uhr, Großes Haus. ----- Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht beauftragt, deren Tochter Pamina aus den Händen Sarastros, des Anführers eines Priesterordens zu befreien. Der Naturmensch Papageno soll ihn bei diesem Abenteuer begleiten. Aber die beiden werden entdeckt und von Sarastro aufgefordert, sich den lebensgefährlichen Aufnahmeprüfungen des Ordens zu stellen.
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Mithilfe ihrer Zauberinstrumente überstehen sie gefährliche Situationen, doch zur finalen Feuer- und Wasserprobe ist es Pamina, die Tamino hindurchführt. Das Duett mit dem Fazit „Mann und Weib und Weib und Mann“ markiert die Schlüsselszene der Oper, in der weithin die aktuelle Frage nach dem Verhältnis der Geschlechter gestellt und eine Utopie formuliert wird, die über den Personen und Interessen der Kontrahenten Sarastro und Königin steht.

Die Zauberflöte ist zweifellos eine der bekanntesten Opern, obwohl oder vielleicht gerade, weil sie neben klaren Botschaften auch viel Rätselhaftes enthält. Legenden ranken sich um die Entstehung und Uraufführung der Oper. Während die alleinige Autorschaft Mozarts an der Musik unumstritten ist, wird sich wohl nie klären lassen, ob der erfolgreiche Schauspieler und Theaterunternehmer Emanuel Schikaneder der alleinige Urheber des Themas und des Operntextes ist. So schwanken auch die Einschätzungen des Werkes zwischen konzeptionslosem Machwerk und genial konstruiertem Meisterwerk. Offenkundig und unumstritten ist, dass sich hinter den heute merkwürdig anmutenden Ritualen der „Eingeweihten“ und darüber hinaus vielfältige Bezüge zur Ideenwelt der Freimaurer nachweisen lassen. Zumal sowohl Mozart als auch Schikaneder diesem bis heute mit einer mysteriösen Aura umgebenen „Geheimbund“ angehörten.

Folgt man der Interpretation der Zauberflöte als aufklärerisches Ideendrama wird schnell klar, dass es sich bei dieser „Großen deutschen Oper“, wie Mozart sie nennt, nicht um ein krudes Singspiel um den Kampf zwischen Gut und Böse, angereichert mit allerlei komödiantischen Zirkus, handelt. Vielmehr erweist sich die Oper als eine einzigartige Form von „Welttheater“.

Joana Mallwitz Musikalische Leitung

Sandra Leupold Inszenierung

Jessica Rockstroh Ausstattung

Torsten Bante Licht

Pamina Margrethe Fredheim / Daniela Gerstenmeyer

Tamino Won Whi Choi / Julian Freibott

Sarastro / Zweiter Geharnischter Bart Driessen * / Kakhaber Shavidze

Königin der Nacht Christina Rümann *

Papageno Ks. Máté Sólyom-Nagy

Papagena Sujin Bae ** / Nicole Enßle

Monostatos Ks. Jörg Rathmann / Alexander Voigt

Erste Dame Margrethe Fredheim/ Emma Moore ** / Julia Neumann

Zweite Dame Stéphanie Müther / Julia Stein Dritte Dame Katja Bildt / Katharina Walz Priester Juri Batukov / Siyabulela Ntlale

(Doppelbestzungen in alphabetischer Reihenfolge)

Philharmonisches Orchester Erfurt

Opernchor des THEATERS ERFURT

Statisterie

* Gastsolisten ** Thüringer Opernstudio

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