DON CARLO von GIUSEPPE VERDI in der Oper Leipzig

PREMIERE SAMSTAG, 30. SEPTEMBER 2017, 19 UHR. ----- In Verdis ambitioniertester und zugleich düsterster Oper, nach Friedrich Schillers Drama »Don Karlos, Infant von Spanien«, liebt der Titelheld die französische Königstochter Elisabeth von Valois , die aus politischen Gründen jedoch seinen Vater König Philipp II. heiraten muss. Halt findet Carlo in den humanistischen Ideen seines Jugendfreundes Marquis von Posa, der ihn für den Freiheitskampf des von Spanien unterdrückten Flanderns gewinnt.
23442

Als der Thronfolger öffentlich gegen die rigorose Machtpolitik seines Vaters rebelliert, kommt es zum Eklat. Vergebens opfert sich Posa für Carlo: Der König überantwortet seinen Sohn dem eigentlichen Machthaber im Land, der Heiligen Inquisition.

Als Kontrapunkt zum Reformationsjubiläum 2017 eröffnet Giuseppe Verdis großes Historiendrama »Don Carlo« in der Regie von Jakob Peters-Messer die Leipziger Opernsaison 2017/2018. In der tragischen Hauptfigur des Don Carlo, interpretiert von Gaston Rivero, einem Schüler von Plácido Domingo, spiegelt sich der Konflikt aus Liebe, Macht und Politik in einer Welt, in der die katholische Kirche als Instanz die Verhältnisse kontrolliert.

Keine andere Oper hat Verdi so häufig redigiert wie »Don Carlo«; insgesamt erstellte er nicht weniger als sieben Versionen. In Leipzig erklingt die vieraktige Mailänder Fassung von 1884, in der Verdi die Protagonisten mit unerreichter psychologischer Sensibilität gestaltet. Der mehrfach preisgekrönte Regisseur Jakob Peters-Messer, der erstmals an der Oper Leipzig inszeniert, zeichnet gemeinsam mit seinen Ausstattern Markus Meyer und Sven Bindseil ein kafkaeskes Labyrinth der Zwänge, das unweigerlich in die Katastrophe führt. Das Gewandhausorchester dirigiert der scheidende Stellvertretende Generalmusikdirektor Anthony Bramall, der als Chefdirigent an das Münchner Gärtnerplatztheater wechselt. Der Chordirektor Alessandro Zuppardo wird hier letztmalig für die Einstudierung des Chores verantwortlich zeichnen und sich nach fünf Jahren in Leipzig anschließend neuen Projekten widmen.

Dramma lirico in vier Akten | Text von François Joseph Pierre Méry und Camille Du Locle nach Friedrich Schillers Drama »Don Karlos, Infant von Spanien« | Fassung von 18 84 | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung ANTHONY BRAMALL

Inszenierung JAKOB PETERS-MESSER

Bühne MARKUS MEYER

Kostüme SVEN BINDSEIL

Lichtdesign GUIDO PETZOLD

Choreinstudierung ALESSANDRO ZUPPARDO

Dramaturgie ELISABETH KÜHNE

Philipp II, König von Spanien RICCARDO ZANELLATO

Don Carlo, Infant von Spanien GASTON RIVERO

Rodrigo, Marquis von Posa MATHIAS HAUSMANN

Großinquisitor RÚNI BRATTABERG

Elisabeth von Valois GAL JAMES

Prinzessin Eboli, Hofdame KATHRIN GÖRING

Ein Mönch SEJONG CHANG / RANDALL JAKOBSH

Tebaldo, Page Elisabeths STEFANIA ABBONDI / MAGDALENA HINTERDOBLER

Eine Stimme vom Himmel DANAE KONTORA

CHOR DER OPER LEIPZIG

GEWANDHAUSORCHESTER

WEITERE AUFFÜHRUNGEN

08. UND 15. OKTOBER, 26. NOVEMBER. 15. DEZEMBER 2017 SOWIE AM 24. FEBRUAR 2018

Weitere Artikel