Doppelabend »Cavalleria rusticana/Pagliacci« in der Semperoper Dresden

Dresden-Premiere am Samstag 16. Januar 2016 um 18 Uhr. ----- In ein ländliches Milieu führen die beiden veristischen Opern »Cavalleria rusticana« von Pietro Mascagni und »Pagliacci« von Ruggero Leoncavallo – ein Milieu, das im einen Fall bäuerlich-religiös geprägt ist, im anderen von Wanderschauspielern einer Commedia-dell’arte-Truppe durcheinandergewirbelt wird. Zentral in beiden Werken ist ein Eifersuchtsdrama, das die emotionale Beklemmung zwischen den Figuren sprengt und beide Male tödlich endet.
20093

Mitten ins ländliche Leben führen diese Parade-Opern des Verismo. In »Cavalleria rusticana« muss Santuzza erkennen, dass ihr Verlobter Turridu noch immer nicht von seiner früheren Geliebten Lola lassen kann, die inzwischen mit Alfio verheiratet ist. Als Santuzza nach einem Streit tief gekränkt das Verhältnis der beiden Liebenden aufdeckt, beschwört sie ein Duell mit tödlichem Ausgang herauf. Auch »Pagliacci« (»Der Bajazzo«) läuft auf einen Mord aus Eifersucht hinaus – hier im doppelgesichtigen Milieu einer reisenden Commedia-dell’arte-Gruppe: Was die begeisterten Zuschauer noch für eine Komödie über den eifersüchtigen Ehemann, seine Frau und deren Geliebten halten, wird plötzlich tödlicher Ernst. Beide Stücke ergänzen sich an der Semperoper zu einem emotionsgeladenen Abend.

Cavalleria rusticana

Mitten ins ländliche Leben führt Pietro Mascagnis Oper, die mit ihrer Uraufführung 1890 die Strömung des
 Verismo einläutete: Schmerzvoll muss Santuzza erkennen, dass ihr Verlobter Turiddu noch immer nicht von 
seiner früheren Geliebten Lola lassen kann. Diese war ihm einst versprochen, bevor er zum Militärdienst ging
 und Lola den Fuhrmann Alfio heiratete. Als Santuzza nach einem Streit tief gekränkt das Verhältnis der
 beiden Liebenden aufdeckt, beschwört sie ein Duell mit tödlichem Ausgang herauf. Als Doppelabend mit 
Leoncavallos »Pagliacci« aufgeführt, beweisen beide Stücke eindrucksvoll, wie auch fernab intriganter
 Adelskreise operntaugliche Leidenschaften gedeihen können.

Pagliacci

Wie »Cavalleria rusticana« läuft auch »Pagliacci« auf Mord aus Eifersucht hinaus, hier im doppelgesichtigen Milieu einer reisenden Commedia-dell’-arte-Gruppe. Nedda möchte ihrem Leben als Wanderschauspielerin an der Seite ihres Mannes und Prinzipals Canio entkommen und ist bereit, mit Silvio zu fliehen. Das Vorhaben wird jedoch durch den eifersüchtigen Tonio vereitelt und Canio erfährt von dem Nebenbuhler. Zur Vorstellung verflechten sich Spiel und Wirklichkeit auf tragische Weise: Was die begeisterten Zuschauer noch für eine Komödie über den eifersüchtigen Ehemann, seine Frau und deren Geliebten halten, wird plötzlich tödlicher Ernst. An der Semperoper ergänzen sich nun »Cavalleria rusticana« und »Pagliacci« zu einem emotionsgeladenen Abend.

Philipp Stölzl, Regisseur und Bühnenbildner des Doppelabends in einer Person, hat für die szenische Umsetzung der beiden Werke einen großen Setzkasten entworfen, der die Facetten des eifersüchtigen Treibens unterschiedlich beleuchtet. Von der Fachzeitschrift Opernwelt wurde Stölzl für diese Koproduktion der Semperoper mit den Osterfestspielen Salzburg zum Bühnenbildner des Jahres 2015 gekürt. Am Samstag 16. Januar um 18 Uhr feiert die Erfolgsproduktion nun ihre Dresden-Premiere. In »Cavalleria rusticana« gibt Teodor Ilincai den Turiddu, Sonia Ganassi die Santuzza, Christina Bock die Lulu, Tichina Vaughn die Lucia und Sergey Murzaev den Alfio. In »Pagliacci« wird Canio von Vladimir Galouzine gesungen, Nedda von Veronica Cangemi, Silvio von Christoph Pohl, Tonio von Sergey Murzaev und Beppe von Aaron Pegram. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden steht Stefano Ranzani.

Doppelabend: Melodram in einem Akt von Pietro Mascagni / Drama in zwei Akten und einem Prolog von Ruggero Leoncavallo

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Stefano Ranzani

Inszenierung, Bühnenbild Philipp Stölzl

Szenische Einstudierung Philipp M. Krenn

Mitarbeit Bühnenbild Heike Vollmer

Kostüme Ursula Kudrna

Licht Fabio Antoci

Chor Jörn Hinnerk Andresen

Dramaturgie Jan Dvořák

Santuzza Sonia Ganassi

Turiddu Teodor Ilincai

Lucia Tichina Vaughn

Alfio Sergey Murzaev

Lola Christina Bock

Canio Vladimir Galouzine

Nedda Veronica Cangemi

Tonio Sergey Murzaev

Beppe Aaron Pegram

Silvio Christoph Pohl

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Kinderchor der Sächsischen Staatsoper Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden

Sinfoniechor Dresden – Extrachor der Semperoper Dresden

Eine Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg

Weitere Aufführungen finden am 19. und 22. Januar sowie am 3. und 6. Februar statt.

Weitere Artikel