ERDBEBEN IN CHILI von Heinrich von Kleist - Theater Bern

Premiere 03. Oktober 2015, Vidmar 1. -----Die junge Donna Josephe, Tochter eines reichen Edelmanns in St. Jago, Chili, liebt gegen den Willen ihrer Familie den Hauslehrer Jeronimo. Der wütende Vater verbannt sie ins Kloster, doch auch dort gelingt es den beiden Liebenden, einander zu sehen.
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Die Frucht ihrer Liebe lässt sich nicht verbergen, sie werden ins Gefängnis geworfen und Josephe wird, obgleich nun Mutter, zum Tode verurteilt. Am Tag der Hinrichtung erschüttert ein furchtbares Erdbeben die Stadt St. Jago. Josephe entkommt in letzter Sekunde dem Tod, flieht mit ihrem Kind vor die Stadt. Sie wird überraschend von Jeronimo gefunden, der sich aus dem zusammenstürzenden Gefängnisgebäude retten konnte.

Die beiden sind ausser sich vor Glück, als Familie vereint zu sein. Sie treffen auf hilfsbereite, warmherzige Menschen aus der besseren Gesellschaft von Chili, die sie, wohl wissend, um wen

es sich handelt, in ihrer Mitte aufnehmen und die Vorrate mit ihnen teilen. Für einen Moment scheint es, als habe die entsetzliche Katastrophe, die unzählige Menschenleben gefordert hat, die Überlebenden besser gemacht: toleranter, hilfsbereit, frei von dem dumpfen Hass, der sich aus den Moralvorstellungen der Zeit speist. Voller Dankbarkeit gehen Josephe und Jeronimo mit ihren neuen

Freunden zur Messe in die Kathedrale, die auf wundersame Weise nicht vom Erdbeben vernichtet wurde. Sie wollen Gott für ihre Rettung danken. Doch dort treffen sie auf einen eifernden Priester und eine hasserfüllte, rachsüchtige Menge ...

Regie und Bühne Ulrich Rasche

Komposition Ari Benjamin Meyers

Kostüme Romy Springsguth

Dramaturgie Sophie-Thérèse Krempl

Musiker Kathelyn King, Thomas Merkel, James Varghese

Mit Kornelia Lühdorff, Deleila Piasko, Nico Delpy, Toni Jessen, Sebastian Schneider

Weitere Vorstellungen: 10., 23., 29. Okt | 14., 21. Nov 2015 | 06., 15. Jan 2016

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