Georges Bizets CARMEN im Theater Bonn

Premiere Sonntag, 5. November 2017, 18:00 H, Opernhaus. ----- Die Begegnung eines Soldaten mit einer Tabakarbeiterin. Eine Blüte, die sie wirft, bannt ihn. Er liebt besinnungslos, fordert und will ganz besitzen. Sie lebt den Augenblick, bedingungslos, in vollen Zügen. Nichts hält sie fest, das Auge hat schon den Stierkämpfer im Visier. Ihren grenzenlosen Freiheitswillen erträgt er nicht. Seinem Begehren völlig ausgeliefert, muss er sie auslöschen und sich selbst mit ihr.
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Ebenso banal wie existentiell ist die Geschichte der Begegnung von Carmen und Don José, deren exzessive erotische Spannung sich aus dem speist, was der Liebe zum Verhängnis wird, und beide in den Tod reißt. Der Moment absoluter Hingabe und totaler Freiheit ist in einem labilen Gleichgewicht und in seiner bewussten Wahrnehmung schon dem Zerfall anheimgegeben. Überwältigung, Hingerissenheit, Begehren wollen, festhalten, besitzen, bewahren – und zerstören die Erotik der voraussetzungslosen, freien Bejahung.

Eine Figur wie Carmen, die dieser Freiheit gewachsen ist, die Versicherung weder zu geben bereit ist, noch zu bekommen verlangt, die lieben und leben will im vollen Bewusstsein des Risikos ihrer Existenz, ohne jede Aussicht auf Erlösung, beunruhigt, empört, ängstigt und fasziniert zugleich. Bizet ist es gelungen, diesen auf der Novelle von Prosper Mérimée aus dem Jahr 1845 beruhenden Stoff mit den Mitteln einer Opéra comique zu erzählen, musikalisch das gesamte Spektrum von Leichtigkeit, Alltäglichkeit, Albernheit und Härte, Verführung und Spiel, Grausamkeit und Schicksalshaftigkeit einzusetzen. Eine bürgerliche Oper gefährdet die bürgerliche Moral.

Unerhört scheint diese Tragödie, in der der Mensch es wagt, spielerisch, lässig und arrogant – sich seiner Unterlegenheit bewusst – gegen den Tod anzutreten.

Dichtung nach einer Novelle des Prosper Mérimée von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

– in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln –

in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg

Musikalische Leitung: acques Lacombe

Regie: Carlos Wagner

Szenische Leitung: Sophie Jacquet

Bühne: Rifail Ajdarpasic

Kostüme: Patrick Dutertre

Licht: Fabrice Kebour (Konzept), Bernd Winterscheid (Adaption)

Choreographie: Ana Garcia

Choreinstudierung: Marco Medved

Don José Felipe Rojas Velozo [P] [5.11.|24.11.|10.12.|20.12.|25.12.|14.1.|20.1.|24.2.|3.3.|8.3.|13.4.]

George Oniani

[11.11.|17.11.|13.12.|2.4.|20.4.]

EscamilloIvan Krutikov [P] [5.11.|17.11.|24.11.|13.12.|14.1.|20.1.|24.2.|3.3.|8.3.|2.4.|13.4.|20.4.]

Giorgos Kanaris

[11.11.|10.12.|20.12.|25.12.]

Remendado David Fischer

Dancaïro Di Yang *

Zuniga Leonard Bernad

Moralès Fabio Lesuisse

Carmen Niina Keitel [P]

[5.11.|11.11.|10.12.|13.12.|20.12.|25.12.|14.1.|20.1.|24.2.]

Dshamilja Kaiser

[17.11.|24.11.|3.3.|8.3.|2.4.|13.4.|20.4.]

Micaëla Sumi Hwang

Frasquita Rosemarie Weissgerber *

Mercédès Kathrin Leidig

Manon Blanc-Delsalle *

Beethoven Orchester Bonn

Chor / Extrachor des THEATER BONN

Kinder- und Jugendchor

11 Nov 18:00 H

17 Nov 19:30 H

24 Nov 19:30 H

10 Dez 16:00 H

13 Dez 19:30 H

20 Dez 19:30 H

25 Dez 18:00 H

14 Jan 18:00 H

20 Jan 19:30 H

24 Feb 19:30 H

03 Mrz 19:30 H

08 Mrz 19:30 H

Familienvorstellung 02 Apr 16:00 H

13 Apr 19:30 H

20 Apr 19:30 H

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