GRIPS Theater Berlin: Aktionstage zum "Welt-Alzheimer-Tag"

vom 21.9. – 30.9. 2015. ----- Veranstaltungen zum Thema "In Würde altern".
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Teil 1:21.9.: Theaterstück und Gesprächsforum

18 Uhr: DIE LETZTE KOMMUNE

Schauspiel mit Musik über und mit drei Generationen (Lund/Zaufke)

Auch APO-Opas werden alt und deswegen sind die Kinder der Meinung, dass Opa Friedrich (78 J.) besser im Seniorenheim aufgehoben wäre. Stattdessen gründet er ein letztes Mal eine Kommune. Wie damals, nur ganz anders. Denn es quartieren sich u.a. die demenzkranke Josi, der obdachlose Atze sowie die beiden Enkel - eine Veganerin und ein Computernerd – ein. Es geht wie schon früher um Liebe, Krankheit und Hoffnung, um die richtigen Formen des Zusammenlebens, natürlich um den Abwasch, aber auch um das Recht auf eine zweite Chance und auch auf das eigene Ende.

21 Uhr: Gesprächsforum „In Würde altern. Neue Formen des Zusammenlebens.“

Zu Gast: Mechthild Niemann-Mirmehdi, Leiterin "Therapeutische Dienste" an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwigs-Krankenhaus, ist ausgewiesene Expertin zum Thema „Demenz/Alzheimer“. Als Wissenschaftlerin begleitet sie das DYADEM-Unterstützungsprogramm bei beginnender Demenz. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und Ratgeber u.a. zu Fragen des pflegerischen Umgangs für Familien und Partner bei Demenz.

Außerdem sind die zwei Leiterinnen des „Theaters der Erfahrungen“, Johanna Kaiser und Eva Bittner mit einigen ihrer SpielerInnen zu Gast. Ihre Theatergruppen sind für Menschen ab 50 und offen für Menschen mit beginnender Demenz.

Und: Mit Henrik Adler, der Dramaturg des Stücks, und natürlich mit Mitgliedern des Ensembles

Buchung:

Karten (20,- | 12,- € ermäßigt) für DIE LETZTE KOMMUNE online oder telefonisch: 030 – 397 47 477 (täglich 12 – 18 Uhr)

Für das Gesprächsforum ist keine Anmeldung notwendig.

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Teil 2:

22., 25. und 29.9.: Workshops in Oberschulen

„Opa, was geht?“ - von Stereotypen, Vorurteilen und neuen Formen des Zusammenlebens zwischen Alt und Jung

In Kooperation mit den Leiterinnen der „Theater der Erfahrungen“ /„Werkstatt der Alten Talente“, Johanna Kaiser und Eva Bittner, bietet das GRIPS drei Workshops für 11. Klassen an. Daran nehmen auch Seniorinnen und Senioren vom „Theater der Erfahrungen“ teil, die sich mit den Schülern über ihre Erfahrungen mit dem Altern austauschen möchten, über ihre Hoffnungen, neue Wohnformen und über die Selbstbestimmung von Jung und Alt. Denn Jung und Alt haben oft mehr gemeinsam, als sie denken.

Buchung Workshops:

Die Workshops in Schulen sind kostenlos, aber nur in Verbindung mit dem Besuch eines der zwei Theaterstücke buchbar. Workshop- und Kartenbuchung direkt bei der Schulbeauftragen des GRIPS Theaters, Vera Düwel: 030 – 397 47 411 oder per Mail .

Kartenpreis über „Theater-der-Schulen“: 5,50 €

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Teil 3:

30.9.: Gastspiel "Theater der Erfahrungen" im GRIPS Theater

Die Theatergruppe BUNTE ZELLEN “ mit „Berliner Pflanzen – Berlinli Bitkiler“

Die deutsch-türkische Senioren-Combo BUNTE ZELLEN rückt im GRIPS Theater mit viel Musik, skurrilen Figuren und zweisprachig einem hauptstädtischen Thema zu Leibe: Gentrifizierung.

Das „Theater der Erfahrungen“ unter dem Dach „Werkstatt der Alten Kulturen“ ist ein mobiles Laientheater mit SpielerInnen ab 50, dessen drei Theatergruppen "Spätzünder", "Bunte Zellen" und "OstSchwung" offen sind für Menschen mit beginnender Demenz.

Mehr: www.theater-der-erfahrungen.de

Buchung:

Karten (8,- | 5,- € ermäßigt) für BERLINER PFLANZEN online oder telefonisch: 030 – 397 47 477 (täglich 12 – 18 Uhr)

"Wo sind all die Worte hin"

von Peter Lund und Thomas Zaufke (aus DIE LETZTE KOMMUNE)

Wo sind all die Worte hin?

Die Guten und die Bösen

Wo sind all die Sätze hin die man einst gelesen?

Alles was man je gedacht

wird verschluckt von einer Nacht

und man sitzt und fragt:

Hast du, was du sagen wolltest

einmal auch gesagt?

Wo sind all die Menschen hin

die so unvergesslich

weil sie so bezaubernd war‘n

schräge oder hässlich Als man jung war,

glaubte man

dass man nichts vergessen kann

Alter macht gescheit

Was du fühlst, das sage jetzt

dir bleibt nicht mehr viel Zeit.

Wo ist all die Liebe hin,

die uns doch so treibt?

Worte und auch Menschen gehen

doch die Liebe, sonderbar...

die Liebe bleibt.

Du vergisst Raum, Zeit und Ort

und nur dieses eine Wort

bleibt in all der Nacht....

Erinner dich

du hast einmal ‚Ich liebe dich‘ gesagt.

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