Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Hedda Gabler" von Henrik Ibsen im Düsseldorfer Schauspielhaus"Hedda Gabler" von Henrik Ibsen im Düsseldorfer Schauspielhaus"Hedda Gabler" von...

"Hedda Gabler" von Henrik Ibsen im Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere am 3.3.2007 im Kleinen Haus.

 

Hedda Gabler hat mit Jörgen Tesman den falschen Mann geheiratet. Ihre unmäßigen Wünsche an das Leben kann der fleißige Akademiker nicht erfüllen.

Unendlich gelangweilt vom Dasein, unfähig, irgendetwas mit sich selbst anzufangen und ihrem Leben einen Sinn zu geben, schwankt sie zwischen Gereiztheit und Depression. Die Ehe erfährt eine dramatische Zuspitzung, als nach langer Abwesenheit Heddas früherer Geliebter Ejlert Lövborg wieder auftaucht. Der genialische Wissenschaftler, früher ein maßloser Trinker, hat ein Aufsehen erregendes Werk verfasst. Unerwartet wird er zum Konkurrenten des beflissenen Tesman. Seine Ernennung zum Professor steht plötzlich auf dem Spiel. Hinzu kommt, dass eine neue Frau in Lövborgs Leben mittlerweile Heddas Platz eingenommen hat. Für Hedda ist all dies unerträglich. Mit gnadenloser Konsequenz beginnt sie Lövborg und sein Werk zu zerstören. Mit der 1890 entstandenen Hedda Gabler zeichnet Ibsen das Bild einer Frau, die bedingungslos ihr Recht auf Individualität und Selbstbestimmung einfordert. Dabei ist sie keine Frau, die auf diesem Weg zu sich selbst findet. Heddas Emanzipation ist von außerordentlicher Destruktivität gekennzeichnet, die sich gegen alles und jeden richtet – nicht zuletzt gegen sie selbst.

 

Inszenierung Stephan Rottkamp

Bühne Robert Schweer

Kostüme Katharina Krommiga

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 7 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑