„HEISENBERG“- eine Tragikomödie von Simon Stephens, Theater Halle

Premiere: 27. Oktober 2017 | 20.00 Uhr | Kammer.----- Was verbindet die Quantenmechanik und die Liebe miteinander? Georgie hat Alex am Bahnhof getroffen und einfach von hinten in den Nacken geküsst. So weit, so unspektakulär. Es könnte eine Verwechslung gewesen sein, doch die Frau belässt es nicht bei einer Entschuldigung. Der Kuss wird zu einem Ventil für ihre Lebensgeschichten, die sie Alex atemlos erzählt.
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Den 75-jährigen Metzger und die Sekretärin in ihren Vierzigern trennen nicht nur Generationen, sondern auch Welten. Was als Episode begann, wird im Laufe des Stücks zu einer außergewöhnlichen Bekanntschaft, Liebelei und schließlich tiefen Verbundenheit. Alex öffnet sich der Frau und erlebt einen letzten Frühling.

Der britische Autor Simon Stephens ist ein Meister starker Geschichten mit stillen Momenten und sprühenden Dialogen - Zutaten einer klassischen Screwball Komödie. Doch der Titel seines Textes verweist auf den Quantenphysiker Werner Heisenberg, der beschrieb, dass sich Elektronen unter Beobachtung anders verhalten bzw. dass der Betrachter sie anders wahrnimmt, wenn er mehr über sie weiß. So wird Stephens Stück, das 2016 uraufgeführt wurde, zum Experiment. Das ungleiche Paar wird unter dem Auge des Zuschauers zu modernen Wahlverwandten, die mit nichts als sich selbst auskommen müssten, wäre das nicht schon schwer genug. Wie die beiden ihr Leben in eine schöne Unordnung bringen, ist komisch und berührend zugleich.

Mit: Petra Ehlert und Hilmar Eichhorn

Regie: Dietmar Rahnefeld

Ausstattung: Sabine Pommerening

Dramaturgie: Henriette Hörnigk

Tickets für die Premiere zum Preis von 24,- Euro (erm. 12,- Euro) und für alle weiteren Vorstellungen zum Preis von 18,- (erm. 9,- Euro) sind an der Theater- und Konzertkasse sowie an der Abendkasse erhältlich.

Weitere Termine unter: www.buehnen-halle.de

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