JE SUIS FASSBINDER (DEUTSCHLAND IM HERBST 2016) - Theater Münster

Premiere: Freitag, 15. September 2017, 19.30 Uhr, Kleines Haus. ----- Text von Falk Richter unter Verwendung von Originaltexten von Rainer Werner Fassbinder. -- Liebe und Politik sind die Themen des wohl radikalsten und zugleich sensibelsten deutschen Kultregisseurs Rainer Werner Fassbinder. Unter dem Eindruck des RAF-Terrors der 70er Jahre beteiligte er sich an dem Kollektivfilm DEUTSCHLAND IM HERBST, für den er die erste Episode entwickelte.
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Im Film sieht man ihn mit seinem Geliebten und im Streitgespräch mit seiner Mutter. Es ist erschreckend und faszinierend, wie das Private mit der Politik dabei verknüpft ist. Fassbinder war ent-setzt, wie schnell in Zeiten des Terrors demokratische Grundsätze aufgegeben werden. Und auch Falk Richter ist entsetzt über die heutigen Entwicklungen hierzulande und fragt sich, wie man als Künstler auf solche Entwicklungen reagieren kann. Er positioniert sich: »Ich bin Fassbinder. Ich bin ein Opfer des IS. Ich bin ein Flüchtling in Europa. Ich bin ein Redakteur von Charlie Hebdo. Ich bin Europa. Ich weiß nicht, wer ich bin. Angst, überall Angst, und in dieser Angst liegt eine große Gefahr.«

Falk Richters Texte sind dezidiert politisch. In SMALL TOWN BOY spricht er offen über schwules Leben und Homophobie. Sein Skandalstück FEAR, in dem er den Populismus von AfD und Pegida bloßstellt, brachte ihm ein Gerichtsverfahren ein. JE SUIS FASSBINDER wurde 2016 in Straßburg in der Regie des Autors uraufgeführt.

Inszenierung: Max Claessen

Bühne und Kostüme: Ilka Meier

Video: Andreas Klein

Dramaturgie: Michael Letmathe

Mitwirkende:

Garry Fischmann (Garry), Ilja Harjes (Ilja), Claudia Hübschmann (Claudia), Natalja Jo-selewitsch (Natalja), Jonas Riemer (Jonas)

Weitere Vorstellungen im September:

Freitag, 22. September, 19.30 Uhr, Kleines Haus

Freitag, 29. September, 19.30 Uhr, Kleines Haus

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