Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
[JISÄLL]: Tanztheater zwischen romantischer GISELLE und dem Lebensgefühl von heute Das Theater Lüneburg[JISÄLL]: Tanztheater zwischen romantischer GISELLE und dem Lebensgefühl von...[JISÄLL]: Tanztheater...

[JISÄLL]: Tanztheater zwischen romantischer GISELLE und dem Lebensgefühl von heute Das Theater Lüneburg

Premiere 01.03. 2013 um 20 Uhr. -----

Das Tanztheater-Stück von Heidrun Kugel ist eine Zusammenarbeit zwischen dem TanzJugendClub und Ensemblemitgliedern des Lüneburger Balletts. Es kombiniert Handlung und Musik des romantischen Balletts Giselle mit ausdrücklich modernen Elementen in Bewegung, Musik und Handlung und gibt ihm einen zeitgenössischen Bezug.

Der Titel [jisäll] greift in Fantasie-Lautschrift den Titel des Originalballetts nach dem Libretto von Theophile Gautier auf: Giselle. Es erzählt von dem Bauernmädchen Giselle, welches sich in den Prinzen Albrecht verliebt. Dieser wirbt – als Bauer verkleidet – um sie, obwohl er bereits eine adelige Braut hat. Der Schwindel fliegt auf, Giselle stirbt mit gebrochenem Herzen und wird zu einer Wilis. Wilis sind Geister junger, vor ihrer Hochzeit gestorbener Frauen, welche tanzend versuchen, Männer in den Tod zu führen. Giselle ist das Idealbild der tragischen Heldin des romantischen Balletts. Heidrun Kugels Choreografie greift diese Geschichte als Illusion in einer realistischen Rahmenhandlung auf und verzahnt die romantische Fantasie der Ballettwelt mit der Wirklichkeit von Menschen der Gegenwart. Die Protagonisten stammen aus dem Hier und Jetzt. Das tragische Handlungsballett wird zu einem Fantasy-Rollenspiel, das abdriftet und in dem die Spielenden Gefahr laufen, sich zu verlieren.

Kugel nutzt moderne Bewegungsformen, integriert gesprochene Texte und lässt Humor zu. Die Giselle-Musik von Adolphe Adam trifft dabei auf aktuelle Musik von u.a. Florence and the Machine, Rupa and the April Fishes und Get Well Soon. Das Bühnenbild stammt von Barbara Bloch, die Kostüme hat Kay Horsinka entworfen.

 

Inszenierung Barbara Bloch,

Kostüme Kay Horsinka

Mit Ewelina Kukuschina, Claudia Rietschel, Katerina Vlasova, Francesc Fernandez Marsal, Matthew Sly und dem TanzJugendClub (Calvin-Noel Auer, Terrenia Brunetto, Nadine J. Göbel, Franziska Gringel, Henriette Heus, Lisa Jakobi, Caroline Kisicki, Sarah Kneipp, Selina Kneipp, Alicia v. Lindern, Angelika Migacz, Eyleen Oexemann, Laura Rojas, Justine Schradick, Clara Schütte, Dominik Semrau, Anais Sloman, Mari Teuter)

 

[jisäll] richtet sich an Zuschauer ab 12 Jahre.

 

Weitere Vorstellungen 08.03. 20 Uhr / 14.03. 20 Uhr / 13.04. 20 Uhr / 21.04. 19 Uhr / 27.04. 20 Uhr

Junge Bühne T.3

 

Die Choreografin und Tanzpädagogin Heidrun Kugel wurde in Hamburg geboren und begann mit fünf Jahren ihre tänzerische Ausbildung. Von 1990 bis 1993 studierte sie Bühnentanz an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Während dieser Zeit bekam sie bereits Stückverträge bei der Staatsoper Hannover und dem Tanztheater im Hof in Hannover. Seit der Spielzeit 1994/95 ist Heidrun Kugel am Theater Lüneburg engagiert. Hier wirkte sie nicht nur als Balletttänzerin auf der Bühne, sondern auch als Choreografin für die Jungen-Choreografen-Abende. Seit der Spielzeit 2005 choreografiert sie eigene Stücke mit Profitänzern. Seit 2008 leitet sie den TanzJugendClub mit jungen Laiendarstellern und choreografiert die Produktionen mit Profis und Laiendarstellern. Mit Beginn der Spielzeit 2010/11 ist sie für das Theater Lüneburg auch als Tanzpädagogin, im Schauspielbereich außerdem als Souffleuse, Inspizientin und Regieassistentin tätig. Zudem hält sie die Einführungen zu den Ballettabenden im Großen Haus sowie zu den Kinderballetten für Schulen und Kindergärten.

Der TanzJugendClub besteht aus Laientänzern zwischen 14 und 18 Jahren. Sie bringen unterschiedliche Vorbildungen mit, wie Schauspiel, Jazztanz oder klassisches Ballett. Einige Teilnehmer sind bereits seit 6 Jahren dabei. Geprobt wird wöchentlich, wobei ab September wieder eine neue Choreografie eingeübt werden soll. Hierfür werden insbesondere noch tanzinteressierte Jungen gesucht.

 

Kartenkasse

Telefonisch unter 0 41 31 / 42 10 0

Öffnungszeiten: Mo 10-13 Uhr, Di bis Sa 10-13 Uhr & 17-19 Uhr

oder per E-Mail an theaterkasse@theater-lueneburg.de

Das Theater Lüneburg im Internet: www.theater-lueneburg.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 18 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑