Jubiläumsfestwoche: 175 Jahre Thalia Theater Hamburg – 175 Jahre Gegenwart

vom 2. bis 11. November 2018

Vor 175 Jahren wurde in Hamburg das Thalia Theater gegründet, die älteste bis heute bestehende Sprechbühne der Hansestadt. Seit 1843 setzt man sich hier künstlerisch und im Dialog mit Publikum und Öffentlichkeit mit dem auseinander, was uns als Gesellschaft gerade bewegt. 175 Jahre Thalia Theater sind daher für ein Anlass, 175 Jahre Gegenwart zu feiern. Die Jubiläumsfestwoche „175 Jahre Thalia Theater – 175 Jahre Gegenwart“ wird am 2. November im Thalia Gauß mit der Uraufführung „Dritte Republik“ des jungen Autor Thomas Köck eröffnet und sie schließt am Sonntag, den 11. November um 11 Uhr mit einer Festmatinee am Alstertor: „Das Theater als Raum der Freiheit“.
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Dazwischen gibt es eine Auswahl preisgekrönter, lange nicht mehr gespielter und/oder viel geliebter Thalia-Produktionen aus dem Repertoire – darunter „Faust I“, „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“, „Jeder stirbt für sich allein“, „Moby Dick“, „Das achte Leben (Für Brilka)“ und „Don Giovanni. Letzte Party“. In der Gaußstraße u.a. die Deutschlandpremiere des europäischen dokumentarischen Theaterprojektes „Poor/Rich Europe“ in der Regie von Volker Lösch. Gerahmt wird das Programm von Einführungen in die Inszenierungen, AfterShow- Miniaturen im Nachtasyl, Partys und einem einmaligen Zusatzkonzert auf der Tocotronic-Tour „Die Unendlichkeit – Live 2018“ am 3. November auf der großen Bühne.

Seit 2012 verbindet das Thalia Theater eine Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem Schriftsteller Navid Kermani. In bislang zehn „Herzzentren“ hat sich nahezu das gesamte Ensemble mit Kermanis Texten und Gedanken an ungewöhnliche Orte (z.B. auf ein Riesenrad, in eine Moschee, eine Flüchtlingsunterkunft und ein Laufhaus auf der Reeperbahn) begeben. Am eigentlichen Jahrestag, dem 9. November findet das erste Mal ein „Herzzentrum“ im gesamten Thalia Theater am Alstertor statt – auch hinter der Bühne.

Von der Unterbühne bis zum Intendantenbüro im sechsten Stock, von der Bühnenmaske bis zum Requisitenfundus – an Orte des gesamten Theatergebäudes werden kleine Zuschauergruppen von den Ensemblemitgliedern geführt. Und zum ersten Mal beschäftigen wir uns mit dem Gesamtwerk des Autors. Sowohl die Reisereportagen aus „Entlang den Gräben“ und „Im Ausnahmezustand“, als auch die Beziehungsromane „Große Liebe“ und „Sozusagen Paris“, die Bildbetrachtungen in „Ungläu-biges Staunen.

Über das Christentum“ oder Kermanis monumentaler Roman „Dein Name“: Jeder Abschnitt kann vorkommen, der einem von uns jetzt wichtig ist. Zusätzlich zum Ensemble des Thalia Theaters nehmen auch wieder viele Gäste sowie ehemalige Kolleginnen und Kollegen aus der Zeit des Intendanten Ulrich Khuon am Herzzentrum teil – insgesamt etwa fünfzig Schauspieler sowie das renommierte Kammerorchester Ensemble Resonanz. Die Regisseurin Jette Steckel (u.a. „Der Sturm“, „Das achte Leben (Für Brilka)“) ist für die szenische Einrichtung des Abends verantwortlich.

Das Programm der Festwoche (2.-11. November)

2. November
19 Uhr Panikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre (Thalia Theater) 20 Uhr Dritte Republik (Uraufführung) von Thomas Köck (Thalia Gauß) Premiere - Im Anschluss Premierenparty 22.35 Uhr Eierlikör auf nüchternen Magen (Nachtasyl, AfterShowMiniaturen, Eintritt frei)

3. November
17.00 Uhr Schnee von Orphan Pamuk (Thalia Gauß) - Die letzen Male 20 Uhr Tocotronic (Konzert) - "Die Unendlichkeit Live" (Thalia Theater)

4. November
18 Uhr Realansichten; jung&mehr (Thalia Gauß Garage) 19 Uhr Faust I von Johann Wolfgang von Goethe (Thalia Theater) 20 Uhr Dritte Republik (Uraufführung) von Thomas Köck (Thalia Gauß)* 22.35 Faust am Finger (Nachtasyl, AfterShowMiniaturen, Eintritt frei)

5. November
12 Uhr Bilder deiner großen Liebe von Wolfgang Herrndorf (Thalia Gauß Garage), Schülervorstellung* 20 Uhr Stimmen aus dem Exil; Embassy of Hope (Thalia Gauß)

6. November
11 Uhr Iran-Konferenz Schülervorstellung* 20 Uhr Die Stunde da wir nichts voneinander wußten (Thalia Theater) - Die letzten Male 22 Uhr Publikumsbeschimpfung (Nachtasyl, AfterShowMiniaturen, Eintritt frei)

7. November
11 Uhr Die Rote Zora von Kurt Held (Thalia Theater) 20 Uhr Moby Dick nach Hermann Melville (Thalia Theater) - Die letzen Male 20 Uhr Patentöchter Im Schatten der RAF - Ein Dialog (Thalia Gauß)* 22.45 Aquavit und Sardellen (Nachtasyl, AfterShowMiniaturen, Eintritt frei)

8. November
12 Uhr Tschick von Wolfgang Herrndorf (Thalia Gauß)* 19 Uhr Secondhand-Zeit nach Swetlana Alexijewitsch (Thalia Gauß Garage)* 19.30 Uhr Jeder stirbt für sich allein nach Hans Fallada (Thalia Theater) - with English surtitles 00.00 Schnapstrinker (Nachtasyl, AfterShowMiniaturen, Eintritt frei)

9. November
19 Uhr Was uns jetzt wichtig ist. Ein Herzzentrum zum 175-jährigen Jubiläum des Thalia-Theaters von und mit Navid Kermani (Thalia Theater)

10. November
14 Uhr Nathan die Weise nach Gotthold Ephraim Lessing (Thalia Gauß Garage)* 15 Uhr Eine Sommernacht (Nachtasyl) 16 Uhr European Balcony Project - Verlesung des Manifests zur Ausrufung einer europäischen Republik vom Balkon des Thalia Theaters 16 Uhr Thalia Vista Social Club Ein Abend von Erik Gedeon (Thalia Theater) 17 Uhr Poor / Rich Europe (Deutschland-Premiere) Gastspiel (Thalia Gauß) In englischer Sprache / In English * 20 Uhr Don Giovanni. Letzte Party frei nach Mozart / da Ponte (Thalia Theater) - Die letzten Male 20.30 Uhr Wenn die Rolle singt oder der vollkommene Angler (Nachtasyl) 23 Uhr Party mit DJ Sebastian Zimmler (im ganzen Haus)

11. November
11 Uhr Festmatinee: Das Theater als Raum der Freiheit (Thalia Theater) 12 Uhr Auerhaus von Bov Bjerg (Thalia Gauß)* 15 Uhr Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis (Thalia Gauß Garage)* 17 Uhr Die Welt von Gestern (Nachtasyl) 19 Uhr Das achte Leben (Für Brilka) von Nino Haratischwili (Thalia Theater) - with English surtitles 20 Uhr Die Odyssee. Eine Irrfahrt nach Homer (Thalia Gauß)* 20 Uhr Amerika (Kantine HAPAG-Lloyd) 20 Uhr Kollaps - Ein dystopischer Abend (Nachtasyl) 20.30 Uhr Das Ende von Eddy von Édouard Louis (Thalia Gauß Garage)*
Das „Herzzentrum“ und die Festmatinee „Theater als Ort der Freiheit“ werden gefördert durch die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Die Premiere „Dritte Republik“ und die Sondervorstellung von „Amerika“ in der Hapag Lloyd Kantine werden gefördert von Hapag Lloyd.

Weitere Informationen und Tickets unter thalia-theater.de/thalia175. #thalia175

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