Kammersänger Thomas Tipton im Alter von 80 Jahren gestorben

Der Bariton Thomas Tipton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Zu seinem breitgefächerten Repertoire gehörten fast alle Partien seines Fachs. Der gebürtige Amerikaner debütierte 1952 an der New York City Centre Opera und kam 1956 nach Europa, wo er zunächst am Nationaltheater Mannheim, dann am Stadttheater Hagen (Westfalen) engagiert war.

1964 bis 1966 gehörte er der Staatsoper Stuttgart an. Von 1966 bis 1978 war er Mitglied des Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Gastspiele führten ihn u.a. an die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, an das Royal Opera House Covent Garden, die Oper von Rom, das Théâtre de la Monnaie Brüssel sowie zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen. Sein umfangreiches Repertoire umfasste Partien wie Nabucco und Rigoletto ebenso wie Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser). Außerdem war er stets ein gesuchter Konzert- und Oratoriensänger.

Der Bayerischen Staatsoper war er als Ensemblemitglied eng verbunden, er sang neben vielen anderen Rollen in den Neuproduktionen von Macbeth (Titelpartie) unter Christoph von Dohnányi, Viva la mamma (Agata) unter Heinrich Bender, Ein Maskenball (René) und Hoffmanns Erzählungen (Lindorf, Coppelius, Dr. Mirakel, Dapertutto) unter Leopold Hager.

Die Bayerische Staatsoper würdigt die Verdienste dieses herausragenden Künstlers und sein unvergessenes Bühnenschaffen.

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