Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Katja Kabanowa" von Leoš Janáček im Staatstheater Darmstadt"Katja Kabanowa" von Leoš Janáček im Staatstheater Darmstadt"Katja Kabanowa" von...

"Katja Kabanowa" von Leoš Janáček im Staatstheater Darmstadt

Premiere am 27. September 2009 | 18 Uhr | Großes Haus

 

Diese Oper wird auch als „moderne sozialpsychologische Ballade“ bezeichnet und ist mit Sicherheit Janáčeks empfindsamstes Werk. Der Text der Oper Katja Kabanowa beruht im Übrigen auf dem Schauspiel Gewitter von A. N. Ostrowsky.

 

 

Vorwiegend das Orchester trägt den musikalischen Ausdruck und macht hörbar, was in den Personen vorgeht. Gegen Katjas Adagio stellt sich eine unerbittliche Acht-Ton-Folge der Pauken als Schicksalsmotiv, worin sich auch die harte Herrschaft der Kaufmannswitwe Marfa Kaban über Familie und Geschäft ausdrückt. Sie findet ihre junge Schwiegertochter Katja zu gefühlvoll, zu eigenwillig. Als Sohn Tichon verreist ist, trifft sich Katja heimlich mit dem jungen Boris unten an der Wolga. Wenige Tage später zieht ein schweres Gewitter auf; die Leute suchen Unterschlupf, auch Katja, die so geängstigt ist, dass sie vor allen ihren Ehebruch bekennt und hinausläuft ins Gewitter. Boris sucht und findet sie, um sich von ihr zu verabschieden: Er muss an die chinesische Gren-ze; Katja kann er nicht mitnehmen. Als er gegangen ist, stürzt sie sich in die Wolga.

 

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

 

Mit Sonja Borowski-Tudor, Barbara Haber, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Susanne Serfling, Viola Zimmermann | Andreas Daum, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Norbert Schmittberg, Andreas Wagner

 

Koproduktion mit der Göteborgs Operan AB

 

Weitere Vorstellungen 9., 16., 24. und 28. Oktober | 19.30 Uhr | Großes Haus

8. November | 18 Uhr | 27. November | 19.30 Uhr | Großes Haus

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑