"Kinder der Sonne" von Maxim Gorki im Residenztheater München

Premiere Sa 23. Sep 17, 19:00 Uhr. ----- "Kinder der Sonne" hat Gorki im Gefängnis geschrieben, nachts, mit Sondergenehmigung der Behörden. Er war nach dem sogenannten Petersburger Blutsonntag inhaftiert worden, der schließlich zur Russischen Revolution von 1905 führen sollte.
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In einer Art Gefängnis kann man sich auch die Figuren in seinem dritten Stück vorstellen, auch wenn es in diesem Fall nach einer etwas heruntergekommenen, aber großzügigen Altbauwohnung aussieht, deren Türen allenfalls von innen verschlossen werden. Es ist das Gefängnis des guten Lebens einer bürgerlich intellektuellen Gesellschaft von Künstlern, Ärzten, Wissenschaftlern, das Gefängnis der Lebensangst und Wirklichkeitsscheu, der echten Gefühle für die falschen Menschen oder der falschen Gefühle für die richtigen.

Es ist auch das Gefängnis der großen Hoffnungen und Visionen, von der Rettung der Welt durch Erschaffung des "neuen Menschen" und der "neuen Kunst". Am Ende aber werden die um sich selbst kreiselnden Figuren dieser kleinen Welt im Konjunktiv den Einbruch der Realität nicht verhindern können. Und weil sie so lange nicht herein durfte, kommt die Wirklichkeit in schrecklichen Gestalten: als Epidemie, Aufstand, Selbstmord, Wahnsinn.

Residenztheater

Regie David Bösch

Bühne Patrick Bannwart

Kostüme Meentje Nielsen

Musik + Komposition Karsten Riedel

Licht Gerrit Jurda

Dramaturgie Sebastian Huber

mit

Norman Hacker Protassow

Mathilde Bundschuh Lisa, seine Schwester

Hanna Scheibe Jelena Nikolajewna, seine Frau

Aurel Manthei Dmitrij Sergejewitsch Wagin

Till Firit Boris Nikolajewitsch Tschepurnoj

Katharina Pichler Melanija, seine Schwester

Joachim Nimtz Nasar Awdejewitsch

Max Koch Mischa

Thomas Huber Jegor, Schlosser

Pauline Fusban Fima, Dienstmädchen

Fr 29. Sep 17, 20:00 Uhr

Sa 14. Okt 17, 20:00 Uhr

So 29. Okt 17, 19:00 Uhr

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