Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"König Lear" von William Shakespeare, Schauspiel Frankfurt"König Lear" von William Shakespeare, Schauspiel Frankfurt"König Lear" von William...

"König Lear" von William Shakespeare, Schauspiel Frankfurt

Premiere 3. Dezember 2010

 

Ein König hat drei Töchter: Regan, Goneril, Cordelia. Als er die Zeit gekommen fühlt, teilt er sein Reich unter ihnen auf. Doch zuvor möchte er wissen, wie sehr jede einzelne ihn liebt.

 

Goneril und Regan beteuern ihre Liebe und erhalten ihren Teil. Als Cordelia, die Lieblingstochter, sich weigert, öffentlich ihre Liebe zu dem Vater zu beschwören, verstößt der jähzornige König sie.

 

Ein Graf hat zwei Söhne: einen ehelichen, Edgar, einen unehelichen, Edmund. Als er die Zeit gekommen fühlt, will er den unehelichen Edmund anerkennen und bei Hof einführen. Der aber dankt es seinem Vater, indem er seinen Bruder Edgar mit gefälschten Briefen als Verräter hinstellt, woraufhin der Alte seinen ehrlichen und ehelichen Sohn verstößt.

 

Der Jähzorn des einen und die Leichtgläubigkeit des anderen Vaters zeitigen dasselbe Resultat: Die Intriganten kommen an die Macht und das Königreich kommt in die Hände skrupelloser Abenteurer.

 

Der König und der Graf aber irren durch ein wüstes Ödland, dem Sturm und der Verzweiflung preisgegeben. Was wie ein Märchen anfängt, endet wie der Jüngste Tag: Alle müssen vor den Richter und die Kinder büßen für die Sünden ihrer Väter.

 

Fühlte Goethe sich von der Ungeheuerlichkeit dieses Stückes abgestoßen, so urteilt August Wilhelm Schlegel: »Der Pessimismus des ›Hamlet‹ ist hier weit überboten. Selbst Shakespeares Phantasie hat sonst nie in so ungeheuren Maßen gearbeitet. Eine furchtbare Symphonie, in der die Menschheit, während die Erde von Gewittern bebt, ihr ganzes Leid auszuschreien scheint.«

 

Der renommierte Opern- und Theaterregisseur Günter Krämer brachte in der vergangenen Saison erfolgreich Horváths »Geschichten aus dem Wiener Wald« auf die große Bühne des Schauspiel Frankfurt. Nun wird er Shakespeares endzeitlichen »König Lear« hier inszenieren.

 

Regie Günter Krämer

Bühne Jürgen Bäckmann

Kostüme Falk Bauer

Dramaturgie Andreas Erdmann

 

Mit Constanze Becker, Traute Hoess, Josefin Platt; Michael Abendroth, Wilfried Elste, Daniel Heck, Oliver Kraushaar, Wolfgang Michael, Joachim Nimtz, Christoph Pütthoff, Marc Oliver Schulze, Viktor Tremmel, Till Weinheimer u. a.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑