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Kulturpreis an Polina Semionova, Erste Solistin des Staatsballetts Berlin

Polina Semionova ist mit dem B.Z.-Kulturpreis in der Kategorie “Tanz“ ausgezeichnet worden. Die 22-jährige Tänzerin gelte als „beste Tänzerin Deutschlands“.

Sie brilliere „in Rollen wie Odette/Odile aus Schwanensee, Prinzessin Aurora aus Dornröschen oder Marie aus Nussknacker“ und beeindrucke durch „ihre technische Perfektion und ihre besondere Darstellungskunst“, so die Begründung der B.Z. für die Auszeichnung.

 

Die Preisverleihung fand mit prominenten Gästen aus Kultur, Show, Medien, Politik und Wirtschaft in der Ullstein-Halle des Berliner Axel-Springer-Hauses statt. Mit dem Preis würdigt die B.Z. traditionell herausragende Leistungen von Künstlern und ihre Bedeutung für die Kunst- und Kulturszene der deutschen Hauptstadt. Der B.Z.-Kulturpreis wurde in diesem Jahr zum 16. Mal verliehen. In den vergangenen Jahren wurden u. a. Vladimir Malakhov, Billy Wilder, Sir Norman Foster, Helmut Newton, Christo und Jeanne-Claude, Daniel Libeskind, Wolfgang Joop, Karl Lagerfeld, Max Raabe, Nina Hagen, Katja Riemann, Heino Ferch und Regina Ziegler ausgezeichnet.

 

Polina Semionova wurde 1984 in Moskau geboren, wo sie von 1994 bis 2002
ihre Ballettausbildung an der berühmten Bolschoi-Ballettschule absolvierte,
die sie mit Auszeichnung abschloss. 2002 engagierte Vladimir Malakhov die
damals erst achtzehnjährige Tänzerin direkt von der Ballettschule als Erste
Solistin für das Ballett der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, seit der
Spielzeit 2004/2005 gehört sie als Erste Solotänzerin zum neu gegründeten
Ensemble des Staatsballetts Berlin.

 

Bei einigen der weltweit wichtigsten Ballettwettbewerbe hat Polina Semionova
Preise gewonnen: Sie erhielt 2001 die Goldmedaille beim Internationalen
Ballettwettbewerb in Moskau, 2002 den Junioren-Preis beim Internationalen
Ballettwettbewerb in Nagoya/Japan und im selben Jahr gewann sie den
ersten Preis beim renommierten Waganowa-Wettbewerb in Sankt Petersburg.
Ferner erhielt Polina Semionova 2004 den Daphne-Preis der Berliner
TheaterGemeinde. 2005 wurde sie mit dem Deutschen Tanzpreis "Zukunft"
ausgezeichnet und erhielt den Deutschen Kritikerpreis. 2006 wurde sie im
Rahmen der Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“ als einer der „100-
Köpfe von morgen“ ausgezeichnet.
Polina Semionova tanzte bereits viele der großen Rollen des klassischen
Balletts: Marie in Der Nussknacker, Prinzessin Aurora in Dornröschen, Nikia in
Die Bajadere sowie Odette/Odile in Schwanensee. Außerdem war sie als
Tatjana in Crankos Onegin zu sehen, und Vladimir Malakhov choreographierte
für sie die Titelrolle in Cinderella.
Zu ihrem zeitgenössischen Ballettrepertoire gehören: Uwe Scholz‘
Ballettabend Ein Lindentraum..., Christian Spucks Choreographie this-, die
Rolle der Sieglinde und der Brünnhilde in Maurice Béjarts Ring um den Ring,
Jirí-Kyliáns Rückkehr ins fremde Land und George Balanchines Ballett
Imperial.
Polina Semionova wurde bereits zu zahlreichen Gastauftritten im In- und
Ausland eingeladen: an die Bayerische Staatsoper in München, zum Festival
„Basel tanzt“ und zu Ballett-Galas in Monte Carlo, Hamburg (John-Neumeier-
Gala), Paris (Gala des Étoiles du XXIe siècle), Moskau, Griechenland und Japan
(Malakhov & Friends). In Japan tanzte sie 2003 außerdem als Prinzessin
Aurora in Dornröschen an der Seite von Vladimir Malakhov und 2004 die
Marie in Nussknacker. Im Juni 2004 folgte sie einer Einladung des English
National Ballet nach London, wo sie vor 4000 begeisterten Zuschauern in der
Royal Albert Hall ihr Debüt als Odette/Odile in Schwanensee gab.
Seit der Spielzeit 2005|2006 ist sie ständige Gastsolistin beim Ballett der
Wiener Staatsoper.
Polina Semionovas Partner sind zum Beispiel Roberto Bolle, Vladimir
Malakhov, Artem Shpilevsky und Friedemann Vogel.

 
Polina Semionova ist in folgenden Vorstellungen des Staatsballetts Berlin zu sehen: in „Malakhov & Friends“ am 28 | 30 Januar | 2 | 4 Februar | 22 | 25 | 29 | 31 März 2007.  in „Schwanensee“ am 9 | 13 | 16 Februar 2007 als Odette/Odile.  in Maurice Béjarts „Ring um den Ring“ am 1. März 2007 als Brünnhilde.

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