Laura Berman wird Operndirektorin am Theater Basel

Die Dramaturgin und Kuratorin Laura Berman wird ab der Spielzeit 2015/2016 Operndirektorin des Theater Basel. Die gebürtige US-Amerikanerin war bis 2012 Künstlerische Leiterin der Reihe “Kunst aus der Zeit” der Bregenzer Festspiele. Zuvor war Laura Berman Leitende Musikdramaturgin am Theater Freiburg und freischaffende Dramaturgin für die Wiener Festwochen, die Bayerische Staatsoper, die Schwetzinger Festspiele, die Berliner Festspiele, das Ballett der Deutschen Oper am Rhein, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Zürcher Ballett.
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Aktuell führt Laura Berman die Künstler- und Projektagentur Laura Berman_Next. 2013 produzierte sie neue Opern von zwei Künstlern der alternativen Popszene: Ben Frost und Shara Worden. Partner für diese Projekte waren das Holland Festival, the Royal Opera House Covent Garden, HAU Hebbel am Ufer Berlin, deSingel Antwerpen, und Kampnagel Sommer Festival Hamburg. In diesem Jahr bereitet Laura Berman drei neue Musiktheater-Produktionen für das Schauspielhaus Wien vor. 2013 war sie zudem freie Mitarbeiterin bei Pro Helvetia und forschte dort über das neue Musiktheater in der Schweiz.

Laura Berman (geb. 1959, Boston/Massachusetts, USA) ist Dramaturgin und Kuratorin. Sie erhielt die erste Musikausbildung an der New Yorker Juilliard School. Sie hat zunächst in den USA an den Universitäten Princeton und Bloomington/Indiana ihr Studium der Musik und Opernregie abgeschlossen. Als DAAD-Stipendiatin kam sie 1983 nach Deutschland, wo sie Musiktheater-Regie in Hamburg bei Prof. Götz Friedrich studierte.

Nach dem Studium und ersten Engagements gründete Laura Berman das Label “New Fragments Köln” für experimentelles Musiktheater. Danach war sie als stellvertretende Leiterin und Dramaturgin des Tanztheaters an den Städtischen Bühnen Münster und Staatstheater Darmstadt engagiert. Während dieser Zeit produzierte sie gemeinsam mit der Choreographin Birgitta Trommler ein jährliches Festival interdisziplinärer Kunstformen. Auf dem Programm standen Werke von Künstlern wie Alain Platel, Laurie Anderson, Frederic Flamand, Philip Glass, Heiner Goebbels und Meredith Monk.

Als freischaffende Dramaturgin arbeitete Laura Berman für die Wiener Festwochen, die Bayerische Staatsoper, die Schwetzinger SWR Festspiele, die Berliner Festspiele, das Ballett der Deutschen Oper am Rhein, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Zürcher Ballett. Sie arbeitete zusammen mit u.a. Achim Freyer, Thomas Langhoff und regelmäßig mit Heinz Spoerli.

Von 2001 bis 2006 war sie Leitende Musikdramaturgin am Theater Freiburg. 2006 erstellte sie das Konzept für Mehr Musik!, ein Projekt zur Vermittlung von Neuer Musik für Kinder, Jugendliche und erwachsene Laien des Netzwerks Neue Musik der Bundeskultur Stiftung. Nach dem Abschluss der Maßnahme lebt das Projekt noch weiter als freie Einrichtung in Augsburg. Sie ist ehemalige Präsidentin des Musiktheater-Komitees im International Theatre Institut und Mitgründerin des weltweiten Wettbewerbs und Meetings Music Theatre NOW, das seit 2008 alle drei Jahre stattfindet.

Von 2007 bis 2012 war Laura Berman Künstlerische Leiterin der Reihe “Kunst aus der Zeit” der Bregenzer Festspiele, ein Programm mit Musiktheater, Performance, Tanz und Konzerten. Dort vergab sie Aufträge insbesondere für neue Opern und Musiktheaterwerke. In Bregenz war sie zudem für den Orchester- und Schauspielbereich als Organisatorin zuständig.

2012 gründete sie Laura Berman_Next, eine Künstler- und Projektagentur. 2013 produzierte sie neue Opern von zwei Künstlern der alternativen Popszene: Ben Frost und Shara Worden. Partner für diese Projekte waren das Holland Festival, the Royal Opera House Covent Garden, HAU Hebbel am Ufer Berlin, deSingel Antwerpen, und Kampnagel Sommer Festival Hamburg.

Laura Berman war Mitglied verschiedener Gremien u.a. des Musikbeirats des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Sie ist regelmäßig als Jurorin in nationalen und internationalen Jurys vertreten, schreibt und gibt Seminare und Vorträge über Fragen und Themen der Oper und des Musiktheaters des 20. und 21. Jahrhunderts.

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