"Lohengrin" von Richard Wagner - Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg

Premiere: Samstag, 18. Januar 2014, 18.00 Uhr – Opernhaus Düsseldorf. ----- Eine in Bedrängnis geratene Thronerbin, eine verleumderische Gegenspielerin, ihr willfähriger Gemahl und ein König aus alter deutscher Zeit – das sind die Beteiligten an einem Konflikt, der nicht nach Lösung, sondern nach Erlösung verlangt.
16009

Diese soll der Schwanenritter Lohengrin bewirken, ausgesandt vom heiligen Gral, um der des Brudermordes angeklagten Elsa von Brabant in einem Gottesgericht beizustehen. Die Bedingung dafür ist Vertrauen. „Nie sollst du mich befragen“, fordert Lohengrin von seiner Schutzbefohlenen, für die er nicht nur Telramund, den Gatten der intriganten Ortrud, im Zweikampf besiegt, sondern an

deren Seite er sich als Schützer von ganz Brabant engagieren will.

Das klingt nach Deutscher Romantik und war doch auch politische Dichtung des Deutschen Vormärz,

jener Zeit, zu der Wagner (1813-1883) 1845 mit seiner „romantischen“ Oper begann. Für Wagner war Lohengrin mehr als eine Märchengestalt. In ihm sah er die „Tragik der modernen Gegenwart“, die nicht mehr an Wunder glaubt, aber eine Rettung aus einer kollabierenden gesellschaftlichen Krisensituation erhofft. So bleibt Lohengrin letztlich eine Utopie, eine Projektionsfläche, die geeignet sein könnte, auch unsere gegenwärtigen Ängste und Verunsicherungen abzubilden und in einen Wunschtraum zu verwandeln.

Nach Henzes „Phaedra“ und Strawinskys „The Rake’s Progress“ nehmen sich Sabine Hartmannshenn und ihr Team der neuen Aufgabe an, allem Frageverbot zum Trotz den Wagnerschen „Lohengrin“-Mythos in seinen tieferen Sinnschichten auszuloten und dessen Tragfähigkeit bis in unsere Gegenwart zu prüfen.

Romantische Oper in drei Aufzügen

Dichtung von Richard Wagner

Musikalische Leitung: Axel Kober Licht: Volker Weinhart

Inszenierung: Sabine Hartmannshenn Chorleitung: Gerhard Michalski

Bühne: Dieter Richter Dramaturgie: Hella Bartnig

Kostüme: Susana Mendoza

Heinrich der Vogler: Hans-Peter König Lohengrin: Roberto Saccà

Elsa von Brabant: Manuela Uhl Friedrich von Telramund: Simon Neal

Ortrud: Susan Maclean Der Heerrufer: Bogdan Baciu

Vier brabantische Edle: Johannes Preißinger, Paul Stefan Onaga, Attila Fodre, Felix Rathgeber

Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein

Orchester: Düsseldorfer Symphoniker

Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf:

Sa 18.01. 18.00 Uhr | Do 23.01. 18.00 Uhr | So 26.01. 18.00 Uhr | Do 30.01. 18.00 Uhr

So 02.02. 18.00 Uhr | Sa 08.02. 17.00 Uhr | So 16.02. 15.00 Uhr

Aufführungen im Theater Duisburg:

Sa 24.05. 18.00 Uhr | Do 29.05. 18.00 Uhr | So 01.06. 18.00 Uhr | Mo 09.06. 18.00 Uhr

So 15.06. 18.00 Uhr

Karten und weitere Informationen sind erhältlich in den Opernshops Düsseldorf und Duisburg,

Tel. 0211.89 25 211 // 0203.940 77 77, sowie über www.operamrhein.de.

Weitere Artikel