HomeBeiträge
MA Institut für Medienarchäologie: Festival THE ART OF REPRODUCTIONMA Institut für Medienarchäologie: Festival THE ART OF REPRODUCTIONMA Institut für...

MA Institut für Medienarchäologie: Festival THE ART OF REPRODUCTION

7. März – 11. April 2019, Wahlbüro XX Téchne 6.0 in St. Pölten

Seit Oktober 2018 betreibt das IMA Institut für Medienarchäologie einen temporären Raum in der Innenstadt St. Pöltens (Linzer Straße 17) unter dem Motto WIR HABEN EINE WAHL. Die MitarbeiterInnen des IMA beschäftigen sich künstlerisch, gestalterisch und forschend mit den verschiedensten Fragen und Facetten der Reproduktion und deren Zukunft und schaffen Raum für einen Diskurs zum Thema.

 

 Inspiriert wurde das Projekt von 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich. Würden Sie sich klonen lassen? Gehört Abtreibung wieder gesetzlich verboten? Braucht es in unserer Gesellschaft noch die Unterscheidung zwischen Mann und Frau? Wie wollen wir uns in der Zukunft reproduzieren? Sie haben die Wahl! Jede/r Interessierte ist aufgerufen, sich während der Amtsstunden mit dem Thema Reproduktion und Geschlecht auseinanderzusetzen und ihre/seine Stimme dazu abzugeben.

Höhepunkt des gesamten Projekts WIR HABEN EINE WAHL ist das interdisziplinäre Festival The Art of Reproduction, das vom 7. März bis 11. April 2019 zu Ausstellungen, Performances, Konzerten u.v.m. lädt. Das Wahllokal ist bis 25. April geöffnet.

Gründerin und künstlerische Leiterin des IMA ist Elisabeth Schimana. Sie arbeitet seit 1983 als Performerin, Komponistin und Radio-Künstlerin und studierte elektroakustische und experimentelle Musik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie Musikwissenschaften und Ethnologie an der Universität Wien. 2005 gründete sie das Institut für Medienarchäologie. Grundüberlegung war, dass die Wahrnehmung unserer Welt in sehr hohem Ausmaß über Medien erfolgt, und zwar Medien, die entscheidend zur Veränderung unserer Zivilisation beitragen. Aktive Medienarchäologie stellt also Fragen an das Medium, betreibt künstlerische Grundlagenforschung durch die verschiedenen Zeitschichten hindurch und aktiviert das Medium künstlerisch im Hier und Jetzt. Das Institut für Medienarchäologie arbeitet an der Bruchstelle von analog und digital und an der Schnittstelle von Forschung und Vermittlung insbesondere in Zusammenhang mit Akustik, Klangmaschinen und digitaler Musik.

The Art of Reproduction
Das Grand Opening am 7. März 2019 beginnt mit einer Guerillatour vom Hauptbahnhof St. Pölten durch die Innenstadt zum Wahlbüro mit Videoprojektionen von starsky und mit Sound von Elisabeth Schimana.

Im Anschluss eröffnet starsky mit „niemand hat die wahl part II, eine räumliche text intervention und polymediale live performance zur lage deiner welt“ das Festival im Wahlbüro. Die Choreografin und Tänzerin aiko agiert dabei als bewegliche Projektionsfläche, die Musik spielt live Elisabeth Schimana.

Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, eröffnet das IMA in Kooperation mit MUVS (Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch) die Ausstellung „Entscheidung“, zeigt den Film „Der Lange Arm der Kaiserin – Die Geschichte des Schwangerschaftsabbruchs in Österreich“ von Susanne Riegler und eine Musikperformance zum Thema von Pia Palme.
Beginnt das Festival mit dem Thema Entscheidung beschäftigen sich die vier darauffolgenden Donnerstage mit den Themen Replika, Transhuman, Gebären und Wilde Reproduktion.

Beim Grand Finale am 11. April 2019 performt akka miau, Urgestein der tschechischen und Berliner Technoszene, und Elisabeth Schimana präsentiert in einer Lecture Performance die Ergebnisse der Wahlkarten.
 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑