Marie Bues und Martina Grohmann werden Leiterinnen des Theater Rampe in Stuttgart

Wie das Stuttgarter Theater Rampe mitteilt, werden die Schauspielerin und Regisseurin Marie Bues und die Dramaturgin Martina Grohmann ab der Saison 2013 / 2014 die Geschäfte des Theater Rampe führen.
12757

Marie Bues hat am Theater Plauen-Zwickau bei den Inszenierungen Trailer für die nahe Zukunft und Der Steppenwolf Regie geführt. In der kommenden Spielzeit wird sie hier Gerhart Hauptmanns Die Weber inszenieren.

Marie Bues, Jahrgang 1980, war als Schauspielerin in Karlsruhe und Stuttgart engagiert und begann ihre Regie-Laufbahn am Theater Basel. Sie inszenierte unter anderem am Bayrischen Staatsschauspiel in München und am Theater Heidelberg. 2010 war sie an der Gründung des Theaterkollektivs Bureau beteiligt.

Martina Grohmann, 1972 in Wien geboren, war als Dramaturgin am Staatstheater Kassel bei Armin Petras, am LTT Tübingen bei Peter Spuhler engagiert. Am Theater Heidelberg leitete sie 2005 bis 2007 die Experimentier- und Autorenbühne zwinger1. Seit 2008 ist sie Dramaturgin am Theater Basel und wechselt für die nächste Spielzeit ans schauspielfrankfurt.

Die Rampe wurde 1984 von der zuletzt als Generalintendantin des Nationaltheaters Mannheim tätigen Regula Gerber gemeinsam mit Alexander Seer als studentische Theatergruppe gegründet. Die Studentenbühne spielte in einem Institut der Universität Stuttgart und sorgte mit Stücken wie "Krankheit der Jugend", "Chicago spielen" oder "Clavigo" für Furore. Nach vier Jahren zog Die Rampe in den alten Zahnradbahnhof am Marienplatz ein, der 1991 extra zum Theater umgebaut wurde und bis heute als Spielort dient. Mit dem Umzug wurde aus der Studentenbühne nach und nach ein professionelles Off-Theater.

Die Rampe wird eine offene Plattform für Stuttgart sein. Junge Künstler und Autoren werden als artists in residence ans Haus geholt, um in und aus Stuttgart und seinen lokalen Diskursen ihre Stücke zu entwickeln. Das Autorentheater dockt an die Stadt an. Mit einem Stuttgart-Dreiteiler sind drei Stadtprojekte als Schwerpunkt in der Eröffnungsspielzeit geplant. Dazu kommt eine Serie von Uraufführungen, die als Kooproduktionen mit überregionalen und internationalen Partnern realisiert werden sollen.

Weitere Artikel