"Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing - Theater Konstanz

PREMIERE 27. SEPTEMBER 2015, WERKSTATT. ----- In einem elenden Wirtshaus wartet Sara auf einen Heiratsantrag von Mellefont. Doch dieser zaudert und zögert vor diesem Schritt. So vergeht die Zeit, bis Mellefont von seiner ehemaligen Geliebten Marwood aufgespürt wird und sich eine Dynamik zwischen Hass und Begehren entfaltet, die tödlich endet.
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Denn die Marwood versucht Mellefont zu erpressen und ist zu allem bereit, um Sara aus dem Weg zu räumen…

„Es ist keine Kunst, alte Weiber zum Heulen zu bringen“, stellte der 26-jährige Lessing 1755 nach einem Theaterbesuch fest. Als Beweis schrieb der junge Dramatiker in nur sechs Wochen das Stück, das die Gattung des bürgerlichen Trauerspiels in der deutschen Dramenliteratur begründen sollte: „Miss Sara Sampson“, in dem er seine Figuren in einen tragisch-komischen Kampf um Vernunft und Leidenschaft, Tugend und Laster, Wollust und Verbrechen schickt. Frauen wie die Marwood, die die männliche Doppelmoral durchschauen und anprangern, sind zum Scheitern verurteilt.

REGIE ALEXANDER MARUSCH

wurde 1977 in Rohne geboren. Er inszenierte u.a. in Leipzig, Magdeburg, Tübingen und Rostock. Am Theater Konstanz war zuletzt »Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner« in seiner Regie zu sehen. Im Rahmen der Kooperation mit dem Theater Nanzikambe Arts inszenierte er »Waiting – Anytime from now« in Blantyre (Malawi).

DRAMATURGIE Sarah Wiederhold

DARSTELLER Bernhard Leute (Waitwell), Friederike Pöschel (Marwood), André Rohde (Mellefont), Alina Vimbai Strähler (Miss Sara Sampson)

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