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Mit zwei Uraufführungen in die nächste Saison

Der Spielplan 2006/2007 des Theaters Krefeld Mönchengladbach.

 

Vielfältig, anspruchsvoll und unterhaltsam – so präsentiert sich der Spielplan für die Saison 2006/2007 des Theaters Krefeld Mönchengladbach. Generalintendant Jens Pesel stellte gemeinsam mit seinem Leitungsteam am Donnerstag, dem 6. April 2006 im Mönchengladbacher Rathaus Abteil seine Pläne für die kommende Spielzeit vor.

 

Mit gleich zwei Uraufführungen startet die Saison am Gemeinschaftstheater:

Mit Woody Allens „Sweet an Lowdown“ geht’s am 15. September 2006 im Theater Krefeld los. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Film des amerikanischen Kultregisseurs und spielt in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Hauptfigur ist der smarte Gitarrist Emmet Ray, der sich für den „besten Gitarristen der Welt“ hält. Doch auch Emmet hat ein Idol: Django Reinhardt – an ihm misst er sich und unter dessen Perfektion leidet er. Das Publikum erwartet ein ebenso amüsantes wie anrührendes „Jazzical“. Matthias Kniesbeck hat den Stoff für die Bühne bearbeitet und führt selbst Regie bei dieser Uraufführung.

 

Im Mönchengladbacher Haus steht ab dem 16. September 2006 Stefan Heuckes Oper „Das Frauenorchester von Auschwitz“ auf dem Programm. Angelehnt an den Roman von Fania Fénelon erzählen Stefan Heucke und sein Bruder Clemens, der das Libretto schrieb, die Geschichte des Frauenorchesters, das es in den Jahren 1943/44 tatsächlich im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gab und in dem die Musikerinnen buchstäblich um ihr Leben spielten. Die Inszenierung übernimmt Generalintendant Jens Pesel.

 

Mehre Neuproduktionen in der Sparte Musiktheater stehen zudem auf dem umfangreichen Jahresprogramm: Giacomo Puccinis „Tosca“ – zuletzt 1992 am Niederrhein zu sehen – findet ab dem 18. November 2006 wieder auf die Bühne des Theaters Krefeld.

Die Geschichte einer Frau, die unter den niederträchtigen Plänen einer skrupellosen Männergesellschaft zu leiden hat, erzählt Gaetano Donizetti in seiner Oper „Lucia di Lammermoor“ (ab 14.1.2007 in Mönchengladbach).

„Schlag nach bei Shakespeare, der hat immer Recht!“ – wie es zugeht, wenn eine Theatertruppe Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ auf die Bretter bringen will, ist in Cole Porters Musical Comedy „Kiss me, Kate“ zu beobachten. Diese pralle Theater-Geschichte mit unvergesslichen Songs kommt zunächst nach Mönchengladbach; Premiere: 17. März 2007.

Ein Opern-Doppelabend erwartet das Krefelder Publikum erstmals am 20. Mai 2007: „Erwartung“, ein Monodram von Arnold Schönberg, und „Dido und Aeneas“ von Henry Prucell zeigen zwei Frauen- und zwei Lebensschicksale aus unterschiedlichen Jahrhunderten.

Als musikalische Studioaufführungen sind Jacques Offenbachs Operetten-Abend „Die beiden Blinden“ und Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“ geplant.

Und auch die Jüngsten kommen auf ihre Kosten: Für alle kleinen Amadeus-Fans gibt’s im ausgehenden Mozartjahr „Papageno spielt auf der Zauberflöte“, eine „musikalische Unterhaltung“ von Eberhard Streul. Premiere ist am 5. November 2006 im Theater Mönchengladbach.

 

Neben zwei Übertragungen aus der noch laufenden Spielzeit – „Bach“ (UA) und „Die Windsbraut“ (UA) – bereitet die Ballett-Sparte wieder zwei Stücke vor. „Seidenstraße“ von Jan Linkens wird am 9. Februar 2007 in der Seidenstadt Krefeld zur Uraufführung kommen. Der niederländische Choreograf Linkens will den legendären Handelsweg, den Marco Polo im 13. Jahrhundert entdeckte, mit den Mitteln des Tanzes sicht- und erfahrbar machen. Das TANZFORUM der Sparkassen Kulturstiftung Krefeld fördert diese Hommage an eine große Vergangenheit und an eine am Niederrhein lebendige Tradition.

Nach Shakespeare im Musical mit „Kiss me, Kate“ wird es auch im Ballett einen Shakespeare als Tanz-Version geben: „Ein Sommernachtstraum“. Ballettdirektorin Heidrun Schwaarz entwickelt eine rasante Choreografie zu den Klängen von Felix Mendelssohn Bartholdy u.a. Die Niederrheinischen Sinfoniker werden diesen Abend mit live gespielter Musik begleiten. Premiere: 27. April 2007 in Mönchengladbach.

 

In der Sparte Schauspiel kommen neben der Uraufführung von „Sweet and Lowdown“ noch sechs weitere Stücke ganz neu ins Programm. Gotthold Ephraim Lessings „Emilia Galotti“ wird am 17. November 2006 in Mönchengladbach Premiere haben. Ein Familiendrama ganz anderer Art spielt sich in Thomas Vinterbergs „Das Fest“ ab. Hier wird anlässlich eines sechzigsten Geburtstages das bürgerliche Familienidyll mehr als nur getrübt. In Krefeld ab dem 26. Januar 2007.

Von echter Harmonie kann auch bei George und Martha in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ von Edward Albee nicht die Rede sein. Diese atemberaubende Zimmerschlacht findet erstmals am 30. März im Theater Mönchengladbach statt.

Mit Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ steht ein weiterer moderner Klassiker des amerikanischen Theaters auf dem Spielplan. Es geht um Lebensträume und Lebenslügen, wenn der Handelsvertreter Willy Loman mit seiner Gegenwart und - mehr noch - wenn er mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Am 31. März 2007 wird die Krefelder Premiere sein.

Bunt zusammengewürfelt ist sie, die Gesellschaft, die sich im Traditionshotel „Zum Weißen Rössl“ ein Stelldichein gibt. Kellner, Rechtsanwälte, Professoren und Trikotagenfabrikantentöchter finden hier ein Obdach und stets den richtigen Ton. Die grandiose Revue „Im Weißen Rössl“ von Ralph Benatzky stimmt ab dem 2. Juni 2007 in Krefeld schon mal auf die nahende Sommerfrische ein – und vielleicht verführt sie ja auch den einen oder anderen zu einem Urlaubsabstecher ins alpenländische Panorama rund um den sagenumwobenen Wolfgangsee.

Auf ihren Abstechen ins Land Oz hätte die kleine Dorothy gern verzichten können, aber weil ein Wirbelsturm sie dort nun mal hin verfrachtet hat und weil Blechmann, Vogelscheuche und Löwe bei ihrer Suche nach dem geeigneten Heimweg nicht eben hilfreich sind, kommt nur ein Retter in Frage: „Der Zauberer von Oz“. Das Kinderstück nach dem gleichnamigen Roman von Frank L. Baum wird ab dem 27. Oktober 2007 in Krefeld kleine und große Zuschauer gleichermaßen verzaubern.

 

Im Rahmen der Kooperation mit dem Rheinischen Landestheater Neuss wird im Winter 2007 das Jugendstück „So jung, so blond, so durch den Wind“ sowohl nach Krefeld in die Fabrik Heeder als auch ins Mönchengladbacher Theater-Studio kommen. Die belgische Autorin Gerda Dendooven erzählt darin von den Träumen, Sorgen und Sehnsüchten eines vierzehnjährigen Mädchens, das sich an der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. So frisch, realitätsnah und unterhaltsam wurde selten über die Pubertät geschrieben!

 

 

Der komplette Spielplan 2006/2007 wird in Kürze auch im Internet unter www.theater-krefeld-moenchengladbach.de nachzulesen sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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