Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Modest Mussorgskys "Chowanschtschina" in der Bayerischen Staatsoper MünchenModest Mussorgskys "Chowanschtschina" in der Bayerischen Staatsoper MünchenModest Mussorgskys...

Modest Mussorgskys "Chowanschtschina" in der Bayerischen Staatsoper München

Premiere am 18. März 2007 um 18.00 Uhr.

Angesiedelt ist die Handlung im Russland des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Das Land, geprägt durch autokratische Fürsten und Sekten, sieht sich durch die Machtübernahme Zar Peters mit dem Anbruch der Neuzeit konfrontiert.

Zerrissenheit von Bevölkerung und Herrscher, das unversöhnliche Gegenüberstehen religiöser und politischer Gruppen, der drohende Verlust von Macht und Einfluss: das alles verdichtet sich hier zu einem „musikalischen Volksdrama“.
Im Vordergrund steht die Fürstenfamilie Chowansky. Sie wagt die Machtprobe und hetzt die Strelitzen, die Leibgarde des Zaren, in einen Aufstand, der blutig niedergeschlagen wird. Die eigentlichen Opfer sind am Ende die Altgläubigen. Ihnen bleibt nur ein Ausweg, um nicht dem Zaren in die Hände zu fallen - der Massenselbstmord.

Mussorgsky hinterließ dieses Werk unvollendet – an der Bayerischen Staatsoper wird es am 18. März in der 1960 in Leningrad uraufgeführten Fassung von Dmitri Schostakowitsch mit dem Finale von Igor Strawinsky seine Premiere erleben. Die musikalische Leitung übernimmt Kent Nagano.

Mit Dmitri Tcherniakov entwickelt ein junger russischer Regisseur das Konzept für Inszenierung und Bühne, der als Verfechter einer neuen Sprache des russischen Theaters gilt und dem damit die Anknüpfung an das zeitgenössische Musiktheater gelang. Das beweisen seine bisherigen Arbeiten, u.a. „Tristan und Isolde“ im Mariinsky Theater St. Petersburg und „Boris Godunow“ an der Berliner Staatsoper unter den Linden.

In der Partie des jungen Fürsten Andreij Chowansky singt Klaus Florian Vogt, der unter Kent Nagano bereits mit großem Erfolg die Partie des Lohengrin in Baden-Baden gesungen hat. Sein Vater, Iwan Chowansky, ist Paata Burchuladze. Neben ihnen sind zu erleben: John Daszak (Wassilij Golizyn), Anatoli Kotscherga (Dossifej), Doris Soffel (Marfa), Valery Alexejev (Schaklowity) und Camilla Nylund (Emma).

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑