„Moskau Tscherjomuschki“ - Musikalische Komödie von Dmitri Schostakowitsch, Staatsoper im Schiller Theater Berlin

Premiere am Mittwoch, 2. Mai 2012, 19 Uhr, Werkstatt. ----- Die 1959 geschriebene und uraufgeführte musikalische Komödie „Moskau Tscherjomuschki“ von Dmitri Schostakowitsch erzählt von der Umsiedlung einer Gruppe junger Menschen aus der Mitte Moskaus in die Traban­tenstadt Tscherjomuschki. In der neuen Heimat begegnen sie büro­kra­tischen Verwaltern, korrupten Beamten und zahlreichen Hindernissen auf dem Weg in ein neues Leben.
12506

Junge Sängerinnen und Sänger z.T. aus dem Ensemble der Staatsoper und dem Opernstudio, Musiker der Orchester­akademie und Mit­glieder der Staatskapelle Berlin werden dieses Werk gemeinsam mit 22 Berliner Jugend­lichen im Alter zwischen 14 und 20 mit Wurzeln u.a. in Polen, Russland, Kasachstan, Lettland und Moldawien erarbeiten. Es inszeniert der Berliner Regisseur Neco Çelik, der für seine Stuttgarter Arbeit „Gegen die Wand“, die Oper zum gleichnamigen Film von Fatih Akin, im letzten Jahr mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie „Kinder- und Jugend­theater“ aus­gezeichnet wurde. Premiere in der Werkstatt der Staatsoper im Schiller Theater ist am 2. Mai.

Seit den 20er Jahren ist Charlottenburg Anziehungspunkt für russische Emigranten. Die letzte Ausreisewelle in den 90ern hat etliche Spätaussiedler-Familien in die Paul-Hertz-Siedlung im Norden des Bezirks verschlagen. Dort entstanden soziale Spannungen. Die Staatsoper reagiert auf diese Situation mit einem Projekt, das die Suche von Jugendlichen nach Geborgenheit und Lebenslust in einem räumlich isolierten Stadtteil thematisiert. Ihre Wahrnehmungen, Wünsche und Ängste, ihre Konflikte mit den Einheimischen, ihre Suche nach Lebensraum und „Wohn­paradies“ fließen in das Projekt mit ein.

Bereits seit Herbst 2011 bereiten sich die Jugendlichen auf das Projekt vor und nehmen wöchent­lich an Workshops der Jungen Staatsoper teil, in denen sie musikalisch und szenisch geschult werden. In der Produktion singen und spielen sie als Chor der Mieter und Bauarbeiter an der Seite von Evelin Novak, Adriane Queiroz, Maraike Schröter, Friederike Harmsen, Kap-Sung Ahn, Fritz Feilhaber, Michael Rapke, Kai Wegner, Bernhard Hansky, Andreas Neher sowie den Tänzern der Staatslichen Ballettschule Tatjana Zemann und Marten Baum. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ursula Stigloher, die auch den Chor der Jugendlichen einstudiert hat.

In deutscher Sprache

Musikalische Leitung

Ursula Stigloher

Inszenierung

Neco Çelik

Ausstattung

Stephan von Wedel

Licht

Irene Selka

Arrangement und Bearbeitung

Ralf Böhme

Fassung der Sprechdialoge

Detlef Giese

Dramaturgie

Detlef Giese

Sascha

Michael Rapke

Mascha

Maraike Schröter

Baburow

Andreas Neher

Lidotschka

Evelin Novak

Boris

Kap-Sung Ahn

Sergej

Fritz Feilhaber

Ljusja

Adriane Queiroz

Drebednjow

Kai Wegner

Wawa

Friederike Harmsen

Anne-Katrin Meyer 13 Mai

Barabaschkin

Bernhard Hansky

Tänzerin

Tamara Zeman

Tänzer

Marten Baum

Mitglieder des Projekts »Charlottengrad«

Anouk Aich | Jodie Blank | Friederike Bruß | Chun-Way Dang | Giulia Giammona | Viktoria Giesbrecht | Luisa Glock | Isabelle Hannotier | Cristina Holstein | Anne-Marleen Kalkbrenner | Jelena Kittke |

Nastassja Kreft | Philipp Lange | Maximilian Mandery | Anne-Katrin Meyer | Maxim Novikov | Maria Peters | Christina Radke | Karina Repova | Rihard Rerih | Katharina Schwenzer | Tatjana Unruh | Sergey Valter | Henrik Willun

Mitglieder der Staatskapelle Berlin

04 Mai 2012 | 11.00 Uhr

05 Mai 2012 | 19.00 Uhr

06 Mai 2012 | 19.00 Uhr

08 Mai 2012 | 11.00 Uhr

09 Mai 2012 | 19.00 Uhr

11 Mai 2012 | 19.00 Uhr

13 Mai 2012 | 19.00 Uhr

15 Mai 2012 | 11.00 Uhr

17 Mai 2012 | 15.00 Uhr, zum letzten Mal in dieser Spielzeit

Die Produktion wird unterstützt von der Allianz Kulturstiftung.

Tickets sowie weitere Informationen unter Tel. 030 20354-555 und www.staatsoper-berlin.de

Weitere Artikel