"Moskau, Tscherjomuschki", Musikalische Komödie von Dmitri Schostakowitsch, Staatstheater Braunschweig

Premiere Sa, 19. Mai 2018, 19:30 Uhr, Großes Haus

Wie heutzutage in vielen deutschen (Universitäts-)Städten herrscht Wohnungsnot im Moskau der 50er Jahre. Ohne Rückzugsort werden öffentliche Räume zum Platz für eigentlich Privates, unterschiedliche Geschichten nebeneinander gelebt und schließlich vereint in der Sehnsucht nach einem Zuhause. Projektionsfläche für all diese Hoffnungen ist das Neubaugebiet Tscherjomuschki, in das die ProtagonistInnen aufbrechen. Mit musikalischem Witz bündelt Schostakowitsch in dieser russischen Operette individuelle Träume und demonstriert liebevoll die Stärke der Gemeinschaft in Zeiten prekärer Umstände.

Dmitri Schostakowitsch hatte für seine 1958 uraufgeführte operettenhafte Revue „Moskau Tscherjomuschki“ ein zeitpolitisches Thema gewählt, das er musikalisch rasant und humorvoll umsetzte. Es geht um den Bau eines Wohnparadieses sowjetischer Machart, Tscherjomuschki vor den Toren Moskaus, und die damit verbundenen Hoffnungen der Moskowiter.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Fremdenführer Bubenzow, der mit der jungen Mascha verheiratet ist. Obwohl das Paar schon mehrere Monate liiert ist, kann es wegen der allgemeinen großen Wohnungsnot nicht zusammenleben. Bubenzow und Mascha sind daher gezwungen, sich im Museum oder im Kaufhaus zu treffen. Natürlich gibt es in der Operette mit den schmissigen, hochvirtuosen musikalischen Titeln auch menschliche Konflikte ganz anderer Art. So
zum Beispiel die plötzliche Leidenschaft Bubenzows zur verführerischen Fremdenführerin Lidotschka, für die er Mascha
verlässt. Das Problem der Wohnungsnot wird damit aber auch nicht beseitigt, Endlich können die verzweifelten Wohnungssuchenden, unter ihnen auch Lidotschka und ihr Vater, in den neu errichteten Wohnungen von Tscherjomuschki Hoffnung schöpfen. Als es mit dem schikanösen Hausverwalter Barabaschkin dann aber zum Konflikt
kommt, entscheidet Bubenzow, mit Hilfe eines Krans auf die Balkone der Wohnungen zu gelangen ... sikorski

Libretto von Wladimir Mass und Michail Tscherwinski
Deutsch von Ulrike Patow
in deutscher Sprache mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Iván López Reynoso
Regie: Neco Çelik
Bühne: Stephan von Wedel
Kostüme: Valentin Köhler
Chor: Georg Menskes
Video: Vincent Stefan
Dramaturgie: Sarah Grahneis

Alexander ('Sascha') Petrowitsch Bubenzow,
ein glücklicher Moskauer: Maximilian Krummen
Mascha, seine Frau: Nana Dzidziguri, Milda Tubelytė
Semjon Semjonowitsch Baburow,
ein älterer Moskauer: Andreas Mattersberger
Lidotschka, seine Tochter: Jelena Banković, Ekaterina Kudryavtseva
Boris Korezki, Gelegenheitsarbeiter: Vincenzo Neri
Sergei ('Serjoscha') Gluschkow,
Chauffeur Drebednjows: Matthias Stier
Ljusja, Bauarbeiterin: Ivi Karnezi
Fjodor ('Fedja') Michailowitsch Drebednjow,
wichtigtuerischer Funktionär: Michael Eder
Wawa, seine wichtigtuerische Frau: Carolin Löffler
Afanassi Iwanowitsch Barabaschkin,
Hausverwalter: Eugene Villanueva
Staatsorchester Braunschweig, Chor des Staatstheaters Braunschweig

Weitere Vorstellungen: Mi, 23.05.2018 19:30 Uhr, Großes Haus
So, 27.05.2018 14:30 Uhr, Großes Haus
Do, 31.05.2018 19:30 Uhr, Großes Haus
Wiederaufnahme 21.09.2018

Bild:  Dmitri Schostakowitsch

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