Musical Sommer Altenburg

13. bis 18. Juni 2017. -----Heiße Musik, große Emotionen, spannende Geschichten – der Musical Sommer Altenburg hat einiges zu bieten. In der Woche von 13. bis 18. Juni stehen sieben Musical-Vorstellungen im Landestheater Altenburg auf dem Spielplan.
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Ob historisch auf den Spuren Kaiser Friedrich Barbarossas wandelnd, mit Gräfin Viktoria von Russland über Japan nach Ungarn reisend, die Finessen eines außergewöhnlichen Autos bewundernd, dem amerikanischen Traum oder dem Forscherdrang verfallen – Theater&Philharmonie garantiert beste Unterhaltung! Ein Spielzeitausklang, den man nicht verpassen sollte.

Dazu gibt es ein besonderes Angebot: Beim Kauf von Karten für drei Vorstellungen im Großen Haus erhält man eine Karte für das Musical in der kleinen Spielstätte Heizhaus gratis dazu.

Los geht es am Dienstag, 13. Juni, um 19.30 Uhr mit der Rockerette „Barbarossa ausgeKYFFT“.

Wohnen Sie der Wiedererweckung des Stauferkaisers Friedrich I. bei!

Regie führte Schauspieldirektor Bernhard Stengele, Schauspielkapellmeister Olav Kröger zog als Komponist alle Register und der Schauspieler Manuel Kressin ersann das Libretto. Entstanden ist eine musikalische Satire, die auf Mythen, Legenden und historischen Ereignissen beruhend, aktuelle Themen märchenhaft aufgreift und ein nicht zu überbietendes Happyend bereithält! Das Schauspielensemble erweist sich als flotte Musicaltruppe mit kabarettistischen Qualitäten.

Nach über 800 Jahren Schlaf erweckt die Partei „Deutschland Voran“ Barbarossa aus dem Kyffhäuserstein, um ihn als Kanzlerkandidaten für die nächste Wahl zu benutzen. Der aufgeweckte Altkaiser aber hat ganz anderes im Sinn: er sehnt sich nach seiner Liebe von einst, der Wirtin Agathe aus dem Pleißenland, büxt aus und macht sich auf die Suche. Gejagt von den Parteifunktionären findet er in zwei illegalen Einwanderern und einem arbeitslosen Schauspieler Menschen, die ihm helfen. Am Ende wird es fantastisch: Erlösung im Tode bleibt Barbarossa verwehrt, weil er es war, der durch die Kreuzzüge den Samen für alle Kriege im Namen Gottes säte. Aber er bekommt eine Chance: Er wird zurückgeschickt in seine Zeit, um den Lauf der Geschichte zu ändern….

Erleben Sie humorvolles politisches Theater und lassen Sie sich nicht die Referenz entgehen, die das Schauspielensemble den Altenburgern und ihrer Stadtgeschichte erweist!

Ein Wiedersehen gibt es mit Philipp Reinheimer, der sein Engagement bei Theater&Philharmonie Thüringen beendete. Als Gast kehrt er zurück, um wieder den Rotbart zu spielen.

Für Paul Abrahams schwungvolle Revue „Viktoria und ihr Husar“ öffnet sich am 14. Juni um 19.30 Uhr sich der Vorhang im Großen Haus. Zu erleben ist eine anrührende Liebesgeschichte, die eine Frau zwischen zwei Männern zeigt. Handlungszeit ist nach 1918. Die Handlungsorte wechseln in rasendem Tempo, sind kontrastreich und exotisch: so führt die Reise aus der sibirische Steppe über St. Petersburg und Japan schließlich in die Heimat von Viktoria und ihrem Rittmeister Koltay nach Ungarn in das schöne Dorf Doroszma, wo es ein Happyend gleich für drei Paare gibt.

Ohrwürmer wie „Mausi, süß warst du heute Nacht“, „Meine Mama war aus Yokohama“, „Reich’ mir zum Abschied noch einmal die Hände“ oder „Ja, so ein Mädel, ungarisches Mädel“ verführen geradezu zum Mitsingen und verlocken zum Tanzen. Folgerichtig tanzt in der Inszenierung von Winfried Schneider nicht nur das Ballettensemble, sondern alle Solisten und der Opernchor können zeigen, welche Fähigkeiten da in ihnen stecken. 1930 in Budapest mit großem Erfolg uraufgeführt, wurde „Viktoria und ihr Husar“ zum ersten Welterfolg von Paul Abraham (1892-1960).

Einsteigen ins „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“ heißt es am 16. Juni um 19.30 Uhr im Landestheater.

Ob als Kinderbuch-Klassiker, als Musical-Fantasyfilm mit der schmissigen Musik der Sherman-Brüder oder seit 2002 als erfolgreiches Musical am Londoner West End und am New Yorker Broadway: Tschitti Tschitti Bäng Bäng fasziniert Jung und Alt – so auch die Inszenierung des Familienmusicals von Kay Kuntze in der fantastischen Ausstattung von Ducan Hayler .

Jemima und Jeremy spielen am liebsten auf dem kaputten Rennwagen ihres Nachbarn (Peter Prautsch). Doch dieser soll eines Tages an einen Schrotthändler (Peter Werner-Ranke) verkauft werden – sehr zum Entsetzen der beiden Kinder. Caractacus Potts (Kai Wefer), alleinerziehender Vater der beiden und pfiffiger Erfinder, erwirbt den Boliden und repariert ihn. Wegen der sonderbaren Geräusche, die das Auto beim Fahren macht, bekommt es den Namen „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“. Doch das Wunderauto, das fliegen und schwimmen kann, weckt auch die Begehrlichkeiten anderer….

Zum Abschluss am Sonntag, 18. Juni, treten „Jekyll & Hyde“ gleich zweimal auf: um 14.30 Uhr und um 19.00 Uhr. Dr. Henry Jekyll führt riskante Experimente durch: er will das Böse und das Gute im Menschen trennen. Zu diesem Zweck hat er ein Mittel entwickelt, das er jedoch nicht an seinen Patienten testen darf. Überzeugt vom Erfolg seines Mittels und zum Beweis von dessen Wirkung, testet er es heimlich an sich selbst. Die Droge verwandelt Dr. Jekyll in Mr. Edward Hyde. Hyde ist unberechenbar: Er mordet und vergreift sich an der Prostituierten Lucy. Letztendlich kann Jekyll sich nicht mehr gegen Hyde durchsetzen …

Das Musical basiert auf der Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson und wurde für die Bühne konzipiert von Steve Cuden und Frank Wildhorn. Buch und Liedtexte sind von Leslie Bricusse, die Musik von Frank Wildhorn, die Orchestrierung von Kim Scharnberg, Arrangements von Jason Howland. Für Theater&Philharmonie Thüringen setzte es Generalintendant Kay Kuntze in der Ausstattung von Duncan Hayler in Szene. Die musikalische Leitung hat Thomas Wicklein.

Als Zugabe gibt’s das Kammermusical „Die letzten fünf Jahre“ am 15. und 17. Juni, jeweils um 19.30 Uhr im Heizhaus. Für sein 2001 in Chicago uraufgeführtes Musical wählte Jason Robert Brown (*1970) eine ungewöhnliche Dramaturgie: Jamie (Alexander Voigt) und Catherine (Claudia Müller-Kretschmer) erzählen jeweils ihre Perspektive ihrer Liebes- und Ehegeschichte ausschließlich in Songs: Jamie macht dies chronologisch vom ersten Kennenlernen bis zum Ende der Ehe – Catherine rückwärts, von der Trennung bis zum ersten Rendezvous. Daraus bezieht das Musical seinen besonderen Reiz. Browns teils lyrisch-sehnsuchtsvolle, teils jazzige Musik, die die Gemütszustände der beiden Protagonisten stets treffend ausleuchtet, nimmt Anleihen bei Swing, Gospel, Folk-Rock und Blues. Die musikalische Leitung hat Thomas Wicklein.

Karten sind an den Theaterkassen erhältlich, telefonische Reservierungen unter 03447-585177 oder 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de

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