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Neue Leitung für Theater und Orchester Biel Solothurn (TOBS)

Dieter Kaegi wird neuer Direktor, Katharina Rupp bleibt Leiterin Schauspiel – Marcel Falk übernimmt Leitung Verwaltung.

 

Der Stiftungsrat hat den in Zürich aufgewachsenen und seither als Opernregisseur und Theaterleiter weltweit tätigen Dieter Kaegi einstimmig zum ersten Direktor von TOBS gewählt.

 

Als erste Leiterin Schauspiel TOBS hat der Stiftungsrat Katharina Rupp bestimmt. Die Schauspielerin und Regisseurin leitet seit der Spielzeit 2007/08 und noch bis Ende Spielzeit 2012/13 das Schauspiel am Theater Biel Solothurn. Als ersten Leiter Verwaltung TOBS hat der Stiftungsrat Marcel Falk gewählt. Er ist seit April 2011 und noch bis Ende der Spielzeit 2012/13 Verwaltungsdirektor am Theater Biel Solothurn.

 

Die neue Organisation TOBS tritt auf die Spielzeit 2013/14 in Funktion. TOBS umfasst auf Geschäftsleitungsebene die Stelle des Direktors, die Spartenleitungen Schauspiel, Musiktheater und Konzert sowie, als Querschnittfunktion, die Verwaltungsleitung.

 

Die Leitung Musiktheater und Konzert werden vom Stiftungsrat TOBS auf Antrag des neuen Direktors Dieter Kaegi zu einem späteren Zeitpunkt gewählt, wie Stiftungsratspräsident Andreas Marti am Dienstag an einer Medienkonferenz in Biel, an der die drei Neugewählten persönlich anwesend waren, erklärte.

 

Dieter Kaegi sei nach einem umfassenden Evaluationsverfahren einstimmig gewählt worden, führte Marti aus. Der Stiftungsrat sei glücklich, in Dieter Kaegi einen „hervorragend qualifizierten Direktor TOBS“ gefunden zu haben. Der neue Direktor übernimmt sein Amt am 1. Juli 2013. In der Saison 2012/13 wird er sich „mit einem reduzierten Beschäftigungsgrad zusammen mit dem bereits gewählten Team dem Aufbau von TOBS sowie der Planung der kommenden Spielzeiten widmen", sagte Marti weiter.

 

Dieter Kaegi begann nach einem Studium der Musikwissenschaft in Zürich und London 1980 als Regieassistent am Opernhaus Zürich. Von 1982-1986 war er Assistent von Opernregisseur Jean-Pierre Ponnelle in Europa und den USA. Anschliessend wirkte Kaegi als Regieassistent und Abendspielleiter an der Deutschen Oper am Rhein, danach als Produktionsleiter und Assistent des Generaldirektors an der Opéra de Monte-Carlo. Es folgten zehn Jahre als Produktionsleiter bei den Musikfestspielen in Aix-en-Provence. Von 1998-2011 leitete Kaegi als Künstlerischer Direktor die Opera Ireland in Dublin.

 

Daneben verantwortete Kaegi zahlreiche Operninszenierungen in Europa und Übersee. In der Schweiz hat er an vielen Häusern inszeniert, etwa „Kullervo“, „Der Rosenkavalier“, „Wut“ und „Der fliegende Holländer“ am Stadttheater Bern. Aber auch die Stadttheater Biel und Solothurn kennt Kaegi; hier realisierte er Opernproduktionen wie „Macbeth“, „Attila“, „Carmen“ und „Faust“.

 

Kaegi inszenierte an grossen Häusern in Deutschland, Frankreich und Belgien, Italien, Spanien und Portugal, Dänemark und Finnland, aber auch in Tschechien, der Slowakei, Polen und Russland sowie in den USA, Kanada, Korea und China. Kaegi war zehn Jahre Mitglied des Direktoriums von ‚Opera Europa’, und ist seit 2002 Mitglied des französischen ‚Chambre des directeurs d’opéra’. Der neue TOBS-Direktor spricht neben Deutsch fliessend Französisch, Italienisch und Englisch.

 

Sehr glücklich zeigte sich der Stiftungsrat TOBS auch darüber, dass es ihm gelungen ist, Frau Katharina Rupp, die bisherige sehr erfolgreiche Schauspielleiterin am Theater Biel Solothurn, am Haus zu behalten und für Theater Orchester Biel Solothurn zu verpflichten.

 

Auch Pierre-Yves Moeschler, der Bildungs-, Sozial- und Kulturdirektor der Stadt Biel, dankte Frau Rupp, dass sie bereit ist, ihre erfolgreiche Tätigkeit in Biel und Solothurn fortzusetzen, und auch, dass sie dem unüberhörbaren Ruf grosser deutschsprachiger Bühnen widerstanden und sich für das Bieler und Solothurner Schauspiel entschieden habe. Sein Dank ging auch an Marcel Falk, den neugewählten Verwaltungsleiter TOBS dafür, dass er bereit ist, seine bisherige erfolgreiche Arbeit für das Theater nun zusätzlich auch für das Orchester weiterzuführen.

 

Cyrill Häring, dessen Bericht die neue Organisationsform TOBS überhaupt erst angestossen und nun möglich gemacht hatte, zeigte sich als Vorsitzender der Findungskommission ebenfalls sehr erfreut über die ersten Besetzungen auf der obersten Führungsebene TOBS. Er sagte, dass im Bewerbungsverfahren deutlich wurde, dass „das Theater und Orchester Biel Solothurn einen sehr guten Ruf aufweist und als attraktive Wirkungsstätte gilt“, und auch, dass „sich das neu gewählte Modell Dreispartenbetrieb als besonders attraktiv“ erweise.

 

 

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