Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Österreichische Erstaufführung: ABGESOFFEN von CARLOS EUGENIO LÓPEZ im SCHAUSPIELHAUS GRAZÖsterreichische Erstaufführung: ABGESOFFEN von CARLOS EUGENIO LÓPEZ im...Österreichische...

Österreichische Erstaufführung: ABGESOFFEN von CARLOS EUGENIO LÓPEZ im SCHAUSPIELHAUS GRAZ

Premiere am 11. Jänner 2013 um 20 Uhr, Probebühne. -----

Zwei Männer unterwegs ans Meer. Jeden Samstag nehmen sie die lange Autofahrt auf sich und philosophieren über Frauen, Geld, Job und Urlaub. Und immer transportieren sie eine Leiche im Kofferraum!

 

An sich nichts Ungewöhnliches; die beiden sind Profikiller. Aber diesmal, bei Leiche Nr. 29, ist irgendwas anders. Man kommt so ins Grübeln: „Ist Profikiller eigentlich ein normaler Beruf?” Noch dazu, wenn man für den Staat arbeitet. Die Zwei sorgen dafür, dass es so aussieht, als sei ein nordafrikanischer Immigrant ertrunken bei dem Versuch, illegal über das Meer einzuwandern. Carlos Eugenio López‘ vielbeachteter Text spannt den Bogen von den Unsicherheiten und der Wut des kleinen Mannes zu großen politischen Zusammenhängen nationaler Identität und europäischer Abschottung. Man lauscht zwei naiven Outsidern, auf ihrem Trip durch die Nacht: Nicht immer klug, mal derb und blauäugig, dann wieder charmant, nachdenklich, voller Situationskomik und schwarzem Humor. Denn eins ist klar: „Es will mir einfach nicht in den Kopf, wie leicht es ist, jemanden zu töten” – „Ich finde, es ist das Normalste auf der Welt. Leben ist viel schwieriger!”

 

Der Roman Abgesoffen hat keinen Erzähler, keine Beschreibung zu Ort und Handlung. Als atemloser Dialog ohne Regieanweisungen liefert er das perfekte Material für ein erfindungsreiches Spiel auf der Bühne, bei dem die beiden Figuren ihre Welt durch Worte entwerfen.

 

Zum Autor

Carlos Eugenio López

Geboren 1954 in León. Mit seinen zeitdiagnostischen Romanen sowie seinen Erzähl- und Lyrikbänden gehört er zu den originellsten und provokantesten Schriftstellern Spaniens. López, der sein Heimatland in den siebziger Jahren verließ, lebt in Griechenland. Seine Werke sind mehrfach ausgezeichnet. Die Originalausgabe des Romans Abgesoffen erschien 2000 unter dem Titel Ahogados. Ins Deutsche übersetzt wurde u. a. Bordell der Toten (2008).

 

Zum Regisseur

Sebastian Schug

Geboren 1979 im Rheinland, studierte Regie an der Hochschule „Ernst Busch“ in Berlin. Seine Inszenierungen wurden mehrfach ausgezeichnet und erhielten Einladungen zu internationalen Festivals. 2006 wird er als Nachwuchsregisseur des Jahres durch die Akademie der darstellenden Künste geehrt. 2007-2009 Hausregisseur in Heidelberg. Inszenierungen u. a. am Theater Bremen, Schauspielhaus Wien, Staatstheater Kassel, Badischen Staatstheater Karlsruhe. Er arbeitet zum ersten Mal am Schauspielhaus Graz.

 

Regie Sebastian Schug

Bühne & Kostüme Thea Hoffmann-Axthelm

Dramaturgie Christian Mayer

 

Mit Julius Feldmeier & Florian Köhler

 

Weitere Vorstellungen am 17. und 29. Jänner sowie am 6., 11. und 15. Februar, jeweils 20 Uhr

 

Tickets

T 0316 8000, F 0316 8008-1565 - E tickets@buehnen-graz.com

www.schauspielhaus-graz.com

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑